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Schwabenkrieg

Krieg im Jahr 1499 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Haus Habsburg

m 15. Jahrhundert hatte Habsburg seine Gebiete im schweizerischen Mittelland, den Aargau 1415 und den Thurgau 1460, mit Ausnahme des Fricktals an die Eidgenossenschaft verloren. Die Eidgenossen schlossen Bündnisse mit Reichsstädten nördlich des Rheins und steckten im Waldshuterkrieg von 1468 den Sundgau als Einflusszone ab. Der Sieg in den Burgunderkriegen bestätigte ihre regionale Hegemonie, und 1474 musste Herzog Sigmund von Österreich in der Ewigen Richtung ihren Besitzstand anerkennen. Unversöhnlich blieb hingegen Kaiser Friedrich III., der nur über das Erzherzogtum Österreich, die Steiermark und Kärnten herrschte. Für die Eidgenossenschaft blieb dadurch die Gefahr habsburgischer Restitutionsversuche im Aargau und Thurgau bestehen.

Der Anlass zum Krieg lag in der landesrechtlichen Situation in Graubünden, wo Habsburg Rechte im Prättigau, Unterengadin, Münstertal und Vinschgau besaß. Die Ansprüche Habsburgs drängten den Gotteshausbund 1498 zu einem Bündnis mit der Eidgenossenschaft. Im Januar 1499 ließ der habsburgische Statthalter von Tirol den Vinschgau und das Münstertal besetzen, worauf beide Seiten Truppen mobilisierten. Am 6. Februar setzte ein Urner Kontingent unter Heinrich Wohlleb Häuser in Brand, was den schwäbischen Truppen den Vorwand gab, am 7. Februar den St. Luzisteig und Maienfeld zu besetzen. Danach standen sich Schwäbischer Bund und Eidgenossenschaft in einem Krieg gegenüber, den eigentlich niemand erklärt hatte, und auch Maximilian hatte wegen seines Konflikts mit Frankreich in Burgund und Italien kein Interesse daran.

Die Entscheidung im Schwabenkrieg fiel schließlich im Westen bei Dornach. Ab Mitte Juli setzte die lange Dauer des Krieges Maximilian finanziell unter Druck, da Söldner wegen ausstehenden Solds mit Abzug drohten. Nach Beratungen in Ensisheim beschloss man einen Angriff auf Solothurn, um das Gebiet bis zur Aare zu erobern und zu plündern. Das schwäbische Hauptheer unter Heinrich von Fürstenberg zog zur Festung Dorneck, wurde aber von den Eidgenossen überrascht. In der Schlacht bei Dornach errangen die Eidgenossen den entscheidenden Sieg, als Luzerner und Zuger Verstärkung eintraf. Fürstenberg und rund 3000 weitere Ritter und Söldner blieben tot auf dem Schlachtfeld, die Eidgenossen verloren um die 500 Mann.

Nach Dornach hatte die schwäbische Ritterschaft das Vertrauen in Maximilians militärische Fähigkeiten verloren. Vermittelt durch den Mailänder Herzog Ludovico Sforza wurde am 22. September 1499 der Friede zu Basel besiegelt. Der Vertrag bestätigte habsburgische Rechte im Prättigau, sprach die Hohe Gerichtsbarkeit im Thurgau den Eidgenossen zu und richtete eine Schiedsgerichtsbarkeit ein. Das Verhältnis der Eidgenossen zum Reich blieb unerwähnt, wodurch das Reichskammergericht gegenüber ihnen lahmgelegt wurde. Die Reichsstädte Basel und Schaffhausen traten 1501 der Eidgenossenschaft bei.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel SchwabenkriegVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270599800redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Diebold Schilling the Younger (d. 1515)entstanden 1513Public domainQuelle