Schweden
Staat in Nordeuropa
Lage und Anbindung
chweden grenzt an Norwegen und Finnland sowie an Ostsee, Kattegat und Skagerrak. Seit der Eröffnung der Öresundbrücke im Jahr 2000 besteht zudem eine direkte Landverbindung nach Dänemark.
Frühe Erwähnungen
Die skandinavische Halbinsel wird erstmals in der Naturalis historia Plinius des Älteren aus den Jahren um 77 genannt, wo von der Insel Scatinavia und dem Volk der Hillevionen die Rede ist. Manche sehen darin die erste Erwähnung der Schweden. Im Jahr 98 erwähnt Tacitus in seiner Germania die Suionen, die angeblich im Ozean selbst leben und eine mächtige Flotte besitzen. Um 120 erfasst die Weltkarte des Ptolemäus Skandinavien erstmals kartographisch. Im fünften Jahrhundert beschreibt Prokop die Insel Thule im Norden, die zehnmal größer als Britannien sein soll und auf der im Winter 40 Tage lang keine Sonne scheint.
Wandel um 1800
Nach dem Verlust Finnlands an das russische Zarenreich 1809 und im Zuge der Napoleonischen Kriege, in deren Folge Schweden von Dänemark das Königreich Norwegen abgetreten bekam, endete die schwedische Verwicklung in Kriege und größere Kampfhandlungen. Damit begann die oft beschworene schwedische Neutralitätspolitik, die jedoch bis ins 20. Jahrhundert keine offizielle politische Doktrin war, sondern eher Ausdruck pragmatischer Politik. So war man bereit, in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung von 1848 bis 1851 und im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 auf Seiten Dänemarks einzugreifen, und hatte dafür jeweils bereits mobilisiert. Ebenso stand eine militärische Verhinderung der norwegischen Unabhängigkeitserklärung von Schweden 1905 im Raum.