Dänemark
Staat in Nordeuropa und Nordamerika
Kirche und Reformation
ie Religionsfreiheit ist im dänischen Grundgesetz verankert. Knapp 72,1 Prozent der Einwohner gehören der evangelisch-lutherischen Dänischen Volkskirche an, die im 16. Jahrhundert als Teil des Protestantismus im Zuge der Reformation in Europa entstand. Diese Kirche ist als einzige Glaubensgemeinschaft eng mit dem Staat verbunden. Parlament und König leiten sie gemeinsam, höchste administrative Instanz ist der Kirchenminister.
Baukunst zwischen Frankreich, Deutschland und den Niederlanden
Die dänische Baukunst entwickelte sich im Mittelalter nach französischen und deutschen Vorbildern, wie die Dombauten in Ribe, Viborg, Århus, Ringsted, Roskilde und Kalundborg zeigen. Typische Bauten der Backsteingotik entstanden im 13. und 14. Jahrhundert, etwa die St. Knud-Kirche in Odense, die Peterskirche in Næstved und die St. Olai-Kirche in Helsingør. Viele wertvolle Altäre und Bilder kamen aus den Niederlanden und aus Lübeck. Nach der Reformation wurden die Kirchengüter neu verteilt, wodurch zahlreiche, teils befestigte Herrensitze entstanden, wie Hesselagergård bei Gudme.
Musik am Hof unter deutschem Einfluss
Die Herausbildung dänischer Musik setzte unter dem Einfluss deutscher, italienischer und englischer Musikkultur während der Regentschaft König Christian IV. in der zweiten Hälfte des 16. und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ein. Ausländische Komponisten wie John Dowland, Heinrich Schütz, der längere Zeit königlicher Oberkapellmeister in Kopenhagen war, oder Dieterich Buxtehude, der mehrere Jahre als Organist in Helsingör wirkte, standen dort in Kontakt mit dänischen Komponisten.