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Siena

italienische Stadt in der Toskana

iena geht vermutlich auf eine etruskische Siedlung namens Saena zurück und wurde unter römischer Herrschaft zur Kolonie Saena Iulia. Ihre eigentliche Bedeutung erlangte die Stadt im Mittelalter, als sie im 12. Jahrhundert eine Konsularregierung besaß. Im Streit zwischen Kaiser und Papsttum stand Siena, anders als Florenz, auf ghibellinischer Seite und erhielt dadurch Privilegien, wobei sich hinter dem Konflikt eine wirtschaftliche Rivalität der beiden Handelsstädte verbarg. In der Schlacht von Montaperti 1260 wurden die Florentiner geschlagen, doch die folgenden Jahre brachten den Niedergang der Ghibellinen. Innere Machtkämpfe verhinderten die wirtschaftliche Blüte der Stadt nicht. 1389 schlossen die Senesen ein Bündnis mit Gian Galeazzo Visconti, das sie zeitweise in Abhängigkeit von Mailand brachte. 1487 ergriff Pandolfo Petrucci despotisch die Macht, konnte aber, anders als die Medici in Florenz, keine Dynastie gründen. Nach seinem Tod 1512 stellte sich Siena unter den Schutz Karls V. Die Bürger lehnten sich gegen die spanische Tyrannei auf, doch 1555 wurde die Stadt nach langer Belagerung eingenommen und zwei Jahre später als Lehen an Cosimo I. de’ Medici gegeben, unter dem Siena Teil des Großherzogtums Toskana wurde.

Der Dom aus schwarzem und weißem Marmor gehört zu den bedeutendsten Beispielen gotischer Architektur in Italien und entstand aus einer dreischiffigen romanischen Basilika. Der Bau wurde Anfang des 13. Jahrhunderts begonnen und zog sich bis in das 14. Jahrhundert hinein. Eine letzte Vergrößerung wurde 1339 begonnen, aber wegen Geldmangels und statischer Probleme nie vollendet. Heute sind nur Nordseitenschiff und Fassade des sogenannten Duomo Nuovo zu sehen, die andeuten, wie groß der ursprüngliche Plan war: Die geplante Kirche sollte die Dimensionen von Alt St. Peter übertreffen, damals eine der größten Kirchen der Welt.

Der Palazzo Pubblico, das Rathaus, dessen Bau 1297 begann, war Sitz der republikanischen Regierung, der Podestà und des Konzils der Neun. Er liegt an der Piazza del Campo, die im 14. Jahrhundert am Ort eines antiken Theaters angelegt wurde und 1347 ihre charakteristische Pflasterung erhielt. Im Palast befinden sich berühmte Fresken, darunter das Fresko des Guidoriccio da Fogliano im Saal der Landkarten, das wahrscheinlich von Simone Martini stammt, sowie die Darstellung der Guten und der Schlechten Regierung von Ambrogio Lorenzetti. Der 102 Meter hohe Turm des Palastes wurde zwischen 1325 und 1344 errichtet.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel SienaVersionsgeschichteBearbeitungsstand 266984972redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Massimo Catarinellaentstanden 2006CC BY-SA 3.0Quelle