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Florenz

Hauptstadt der Toskana, Italien

ach schweren Beschädigungen während der byzantinischen Rückeroberungskriege im 6. Jahrhundert erlebte Florenz erst unter den Langobarden einen erneuten Aufschwung. Da deren Herzöge das benachbarte Lucca als Residenz bevorzugten, blieb die politische Bedeutung von Florenz bis ins Hochmittelalter begrenzt. Ein Wendepunkt kam im Jahr 1000, als Markgraf Hugo von Tuszien seinen Amtssitz nach Florenz verlegte. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg des Handwerks und Fernhandels im 12. Jahrhundert emanzipierte sich die Stadt zunehmend vom feudalen Umland und wurde eine autonome Kommune.

Zwischen 1347 und 1352 dezimierte der Schwarze Tod die Florentiner Bevölkerung um schätzungsweise 40 bis 50 Prozent. 1378 gipfelten soziale Spannungen im Ciompi-Aufstand, einer der frühesten sozialpolitischen Erhebungen der europäischen Geschichte. Die unzünftigen Arbeiter der Wollindustrie begehrten gegen die Dominanz der großen Handelszünfte auf und erzwangen zeitweise eigene Zünfte sowie Beteiligung an der Stadtregierung. Die oligarchische Elite schlug den Aufstand nach wenigen Wochen nieder, doch die Ereignisse destabilisierten das System nachhaltig und bereiteten den Boden für den Aufstieg dominierender Familien.

Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde das Großherzogtum Toskana unter habsburgischer Führung restituiert. Im Zuge des Risorgimento und nach dem Abzug der österreichischen Garnisonen stimmte die Bevölkerung 1860 für den Anschluss an das Königreich Sardinien, aus dem 1861 das Königreich Italien hervorging. Infolge der Septemberkonvention löste Florenz 1865 Turin als Hauptstadt des Königreichs ab. Dies leitete unter dem Architekten Giuseppe Poggi eine tiefgreifende urbane Umgestaltung ein, das sogenannte Risanamento.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel FlorenzVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270467240redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Wikibustersentstanden 2022CC BY-SA 4.0Quelle