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Slavkov u Brna

Gemeinde in Tschechien

Vom Ordensbesitz zur Schlacht

as Gebiet um Slavkov trug ursprünglich den Namen Neusedlitz und gehörte Anfang des 13. Jahrhunderts dem Deutschen Ritterorden. 1237 bestätigte König Wenzel I. dem Orden diesen Besitz und beauftragte ihn vermutlich mit der Stadtgründung. König Wenzel IV. verlieh der Stadt 1416 Wappen und Siegelrecht. Weil Austerlitz in den Hussitenkriegen die katholische Seite unterstützte, geriet es danach als Pfand an verschiedene Adelige. 1509 übernahm das Adelsgeschlecht von Kaunitz die Herrschaft, deren religiöse Toleranz der Stadt Zuzug brachte, darunter Täufer, deren Gemeinschaft bis zur Ausweisung 1622 eine der größten in Böhmen war. Nach dem Dreißigjährigen Krieg standen von 348 Häusern nur noch 128 bewohnt. 1805 fand nahe der Stadt im dritten Koalitionskrieg die kriegsentscheidende Schlacht bei Austerlitz statt.

Bauten der Stadt

Das Schloss Austerlitz entstand an der Stelle eines Kastells und wurde zunächst im Renaissancestil, danach im Stil des Barock umgebaut. Im Historischen Saal des Schlosses wurde nach der Schlacht bei Austerlitz am 6. Dezember 1805 der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Österreich unterzeichnet. Das Rathaus wurde 1592 im Renaissancestil errichtet, die Kirche Auferstehung Christi am Hauptplatz zwischen 1786 und 1789 vom Wiener Hofarchitekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg. In der St.-Johannes-der-Täufer-Kirche auf dem Friedhof liegt die Gruft der Familie von Kaunitz, in der auch Wenzel Anton Kaunitz begraben ist. Die St.-Urbanus-Kapelle von 1712 wurde während der Schlacht beschädigt und 1858 bis 1861 neu errichtet. Vom jüdischen Viertel, das seit 1343 bestand, sind die Synagoge von 1858 und die jüdische Schule erhalten.

Der Name in der Welt

Wegen des Sieges der napoleonischen Truppen wurde die deutsche Bezeichnung der Stadt zum Namensgeber für zwei Kriegsschiffe der französischen Marine, den Quai d’Austerlitz in Paris und den daran gelegenen Bahnhof Gare d’Austerlitz. Seit 2015 trägt zudem die lose Kooperation der mitteleuropäischen Staaten Tschechien, Slowakei und Österreich den Namen der Stadt, als Slavkov- oder Austerlitz-Format.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Slavkov u BrnaVersionsgeschichteBearbeitungsstand 266866283redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: flightlogentstanden 2011CC BY 2.0Quelle