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Westfrankenreich

historischer Staat (843–987)

Ein schwer fassbarer Übergang

ie Entstehung Frankreichs aus dem Westfrankenreich lässt sich zeitlich nicht genau fixieren. In der Forschung werden die karolingischen und robertinischen Könige zwischen der Mitte des 9. Jahrhunderts und 987 je nach Sichtweise als westfränkische oder als französische Könige bezeichnet. Alle solchen Einteilungen gelten als willkürlich. Selbst der Wechsel von 987 wurde von den Menschen jener Zeit nicht als Gründung eines neuen Reiches wahrgenommen.

Ein Machtkampf ohne klaren Bruch

Der Übergang zu den Kapetingern galt den Zeitgenossen nicht als endgültige Entmachtung der Karolinger. Man sah darin nur eine Episode in einem langen Machtkampf zweier rivalisierender Geschlechter. Erst in den folgenden Jahrzehnten zeigte sich, dass die kapetingische Herrschaft von Dauer war.

Die Teilung von 843

Mit dem Vertrag von Verdun 843 wurde das Fränkische Reich in drei Teile gegliedert: das Westfrankenreich als Vorläufer Frankreichs, das Ostfrankenreich als Vorläufer des Heiligen Römischen Reiches und das Mittelreich, das Lotharii Regnum. Dieses Mittelreich hatte keinen dauerhaften Bestand.

Das Ende des Mittelreichs

Das Mittelreich wurde 855 in der Prümer Teilung zunächst aufgespalten. Teile fielen später durch den Vertrag von Meerssen 870 und den Vertrag von Ribemont 880 an die beiden anderen Reiche, andere Teile wurden zu den neuen Königreichen Burgund 880 und Italien 872 beziehungsweise 888. Die gemeinsame Geschichte der Gebiete des Mittelreichs endete bereits nach wenigen Jahrzehnten. Im weiteren Verlauf verschmolzen die umstrittenen Gebiete mit dem Ostfrankenreich oder dem Westfrankenreich, oder sie wurden zu eigenständigen Kleinstaaten.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel WestfrankenreichVersionsgeschichteBearbeitungsstand 258375138redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Blank map of Europe.svg: maix¿? derivative work: Alphathonentstanden 2016CC BY-SA 4.0Quelle