Kontextartikel1 Min. Lesezeit

Würzburg

Großstadt in Bayern, Deutschland

Frühe Herzogsstadt

ie vermutlich erste Erwähnung Würzburgs erfolgte um das Jahr 700. Eine bisher undatierte Fliehburg auf dem Marienberg innerhalb der heutigen Stadtgrenzen lässt eine deutlich frühere Besiedlung möglich erscheinen. Bereits seit dem Jahr 604 war Würzburg fränkischer Herzogssitz, von dem aus das südliche Thüringen und die Mainlande beherrscht wurden. Damit war die Stadt schon lange vor ihrer urkundlichen Ersterwähnung ein politisches Zentrum mit weitreichendem Einfluss auf die umliegenden Gebiete des fränkischen Reiches.

WürzburgOrt auf der Karte 164849.7944 N, 9.9294 OAuf der Karte zeigen

Bauernkrieg und Fürstbischof

Im Deutschen Bauernkrieg wurde die Festung Marienberg im Mai 1525 erfolglos von aufständischen Bauern berannt. Im Zuge dieser Ereignisse wurde der Bildhauer Tilman Riemenschneider auf der Festung festgehalten. Bedeutend für die weitere Würzburger Geschichte war später der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn, dessen Wirken die Stadt in der Frühen Neuzeit entscheidend prägte.

Jüdisches Leben und Pogrom

Würzburg ist Sitz einer alten jüdischen Gemeinde, die erstmals 1147 erwähnt wurde. Ihre Blütezeit hatte sie im 12. und 13. Jahrhundert. Während des Rintfleisch-Pogroms im Jahre 1298 wurden in Würzburg zwischen dem 18. und 23. Juli etwa 900 Juden getötet, ein Ereignis, das die lange Geschichte jüdischen Lebens in der Stadt gewaltsam unterbrach.

Goldenes Zeitalter der Künste

Die Barockzeit wurde insbesondere unter den Fürstbischöfen aus dem Hause Schönborn und den beiden Fürstbischöfen aus der Familie Greiffenclau zu einem goldenen Zeitalter der Künste in Würzburg. Unter ihrer Herrschaft entstanden bedeutende Bauwerke, die das Stadtbild bis heute prägen und Würzburg zu einem Zentrum barocker Kunst und Architektur im Heiligen Römischen Reich machten.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel WürzburgVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270511180redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: H. Helmlechnerentstanden 2014CC BY-SA 4.0Quelle