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Römisch-katholische Kirche

größte christliche Kirche, die sich aus 24 autonomen Kirchen zusammensetzt, die in Gemeinschaft mit dem römischen Papst stehen

Eine Bezeichnung aus der Zeit der Spaltung

er Name römisch-katholische Kirche entstand erst im Gefolge der Reformation, um die gespaltenen christlichen Bekenntnisse einfacher unterscheiden zu können. Er meint die Kirche, die den Primat des Papstes in Rom als Oberhaupt und Stellvertreter Jesu Christi anerkennt. Im allgemeinen und amtlichen Sprachgebrauch westlicher Länder werden katholische Kirche und römisch-katholische Kirche meist als Synonym verwendet, teilweise dient der Zusatz römisch aber auch nur zur Abgrenzung der lateinischen Teilkirche von den griechisch-katholischen oder syrisch-katholischen Kirchen.

Bischöfe, Diözesen und die Trennung der Kirchen

Die Gemeindeleitung oblag ab etwa 80 nach Christus den Bischöfen, das dreigliedrige System aus Bischof, Priestern und Diakonen bildete sich bis zum zweiten Jahrhundert heraus. Die Kirche übernahm dabei die von Diokletian im Römischen Reich eingeführten Bezeichnungen für territoriale Gliederungen; ein Bistum wird im Westen Diözese genannt, mehrere Diözesen bilden eine Kirchenprovinz unter einem Metropoliten. Bis 451 nach Christus wurden die fünf wichtigsten Metropoliten von Rom, Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien und Jerusalem zu Patriarchen erhoben. Der Streit zwischen Rom und Konstantinopel führte schließlich im großen Morgenländischen Schisma zur Trennung der westlichen von der östlichen, orthodoxen Kirche.

Der Papst als Träger höchster Gewalt

Das Petrusamt mit seinem Primatsanspruch gilt als unverzichtbares Strukturelement der Kirche; es geht nach katholischer Lehre von Petrus auf alle Nachfolger im römischen Bischofsamt über. Der Papst ist Haupt des Bischofskollegiums und übt höchste, volle, unmittelbare und universale Jurisdiktion über die ganze Kirche aus, in seiner Rechtsausübung unbeschränkt. Sein Sitz wird als Heiliger Stuhl bezeichnet, unter dieser Bezeichnung agiert der Papst als Völkerrechtssubjekt; üblicherweise residiert er in der eigenstaatlichen Vatikanstadt.

Vom Rückzug zur Öffnung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand die römisch-katholische Kirche der entstehenden ökumenischen Bewegung ablehnend gegenüber, etwa in der Enzyklika Mortalium animos von Papst Pius XI. aus dem Jahr 1928. Kirchliche Einheit wurde im Sinn einer Rückkehr-Ökumene als Konversion der anderskonfessionellen Menschen zur römisch-katholischen Mutterkirche verstanden. Erst durch das Wirken Papst Johannes XXIII. und die Berufung Augustin Kardinal Beas wurde das ökumenische Anliegen auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil zu einem wichtigen Thema, und das Ökumenismusdekret Unitatis redintegratio schuf die Grundlage für eine Beteiligung der Kirche an der ökumenischen Bewegung.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Römisch-katholische KircheVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270396903redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Jebulonentstanden 2013CC0Quelle