Zweiter Markgrafenkrieg
bundesständischer Krieg zwischen Brandenburg und mehreren Erzbistümern
Krieg gegen die fränkischen Nachbarn
lbrecht richtete seine Kampfhandlungen zunächst gegen seine unmittelbaren Nachbarn. Die Belagerung der Reichsstadt Nürnberg scheiterte, doch er verwüstete deren Landgebiete, darunter Lauf, Altdorf, Feucht, Ochenbruck und Affalterbach, sowie die Burgen Stierberg, Betzenstein und die Festung Lichtenau. Nürnberg musste hohe Zahlungen leisten. Er nahm die Festung Forchheim ein und bedrohte Bamberg, dessen Bischof sich am 19. Mai 1552 unterwarf. Die Reichsstadt Schweinfurt besetzte er und hielt sie bis Kriegsende. Die Hochstifte Würzburg unter Melchior Zobel von Giebelstadt und Bamberg unter Weigand von Redwitz zwang er zu Zahlungen und Landabtretungen. Kaiser Karl V. erkannte diese Verträge zunächst nicht an und verhängte die Acht über Albrecht, bestätigte seine Ansprüche jedoch, als er dessen Truppen bei der Belagerung von Metz benötigte. Diese Zusagen hielten jedoch nicht.
Züge gegen die Fürstbistümer
Beim Fürstenaufstand von 1552 zog Albrecht dem französischen Heer entgegen, um sich diesem gegen den Kaiser anzuschließen. Im Sommer 1552 befehdete er die rheinischen Bischöfe Sebastian von Heusenstamm von Mainz und Johann V. von Isenburg von Trier. Betroffen waren Speyer, Worms, Mainz, Oppenheim, Metz, Verdun und Frankfurt. Vom Speyerer Bischof Philipp von Flersheim verlangte er 150.000 Gulden und zerstörte, als diese verweigert wurden, die Madenburg und das Hambacher Schloss. Der Passauer Vertrag, Ziel des Fürstenaufstandes, entzog Albrecht seine protestantischen Mitstreiter und ließ seine Position gegenüber den fränkischen Nachbarn wanken, weshalb er seinen Kriegszug fortsetzte.
Niederlage
Albrecht hatte viele Fürsten gegen sich aufgebracht. Seine Nachbarn schlossen sich zum Fränkischen Bund zusammen, dem sich auch der Heidelberger Bund anschloss. Truppen aus Nürnberg, Würzburg und Bamberg eroberten Teile ihres Besitzes zurück, Haug von Parsberg nahm gegnerische Burgen und beteiligte sich an der Belagerung Kulmbachs. Am 9. Juli 1553 besiegte das bundesständische Heer Albrecht in der Schlacht bei Sievershausen, angeführt von Moritz von Sachsen, der dabei tödlich verwundet wurde, und Herzog Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, der zwei Söhne verlor. Truppen aus Braunschweig, Böhmen unter König Ferdinand, Bamberg, Nürnberg und Würzburg verheerten daraufhin das Stammland Albrechts. Bayreuth und Hof brannten, mehrere Burgen wurden zerstört, Kulmbach am 26. November 1553 vollständig. Die Plassenburg wurde bis Juni 1554 belagert. Über Albrecht wurde die Reichsacht verhängt. Nach einer Niederlage in der Schlacht von Schwarzach im Juni 1554 musste er im Juli 1554 die Plassenburg übergeben, die zerstört wurde. Er floh an den Hof des Markgrafen Karl II. und starb dort jung. 1557 kam das Markgraftum an Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach.