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Adalbert von Prag

katholischer Glaubensbote in Ungarn und bei den Pruzzen, Bischof von Prag, Erzbischof von Gnesen und Märtyrer

m 19. Februar 982 bestimmte ihn Fürst Boleslav II. zum Bischof von Prag. Die kaiserliche Bestätigung erfolgte ein Jahr später am 3. Juni 983 in Verona, als sich Kaiser Otto II. damals dort aufhielt. Am 29. Juni 983 weihte ihn der Mainzer Erzbischof Willigis zum Bischof. Adalberts Reformeifer stieß auf Widerstand im dortigen Klerus und bei den weltlichen Würdenträgern. Resigniert trat er 988 in das Benediktinerkloster Monte Cassino und von dort in das Kloster St. Bonifacius und Alexius auf dem Aventin in Rom ein.

Dort lernte ihn auch der spätere Kaiser Otto III. kennen und verehren. Im Jahre 993 schickte ihn Papst Johannes XV. in sein Bistum nach Prag zurück. Mit zwölf Mönchen, die mit ihm nach Prag gingen, gründete er das Kloster Břevnov, das für Jahrhunderte ein geistig-religiöses Zentrum Böhmens wurde. Adalbert wurde in den Konflikt zwischen den Přemysliden und den Slavnikiden hineingezogen, da seine Familie, besonders sein Bruder Sobebor, sich auf die Seite des polnischen Herzogs gestellt hatte.

Adalbert begab sich zum Herzog Bolesław I. Chrobry von Polen und nach Danzig, um in das Land der Prußen zu ziehen und das Evangelium zu verbreiten. Boleslaw gab ihm einige Soldaten als Reisebegleitung mit. Er landete 997 mit seinem Bruder Gaudentius und seinem Geleit an der Ostseeküste in Danzig. Bei den Prußen wurde er abgelehnt, geschlagen, verjagt und schließlich getötet. Der genaue Ort ist nicht bekannt.

Bald nach seinem Tod wurde er im Jahre 999 von Papst Silvester II. heiliggesprochen. Kaiser Otto III. pilgerte im Jahre 1000 zu seinem Grab und vollzog den Akt von Gnesen. Außerdem nahm Otto III. Teile der Reliquien mit, von denen er einen Teil dem von ihm gegründeten Adalbertstift in Aachen übergab. Im Jahre 1039 wurde der Leib des Heiligen vom böhmischen Herzog Břetislav I. aus Gniezno entführt und am Prager Veitsdom beigesetzt.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Adalbert von PragVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267631110mit KI-Unterstützung gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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