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Willigis

Erzbischof von Mainz, Heiliger der katholischen Kirche

Leben

illigis wurde um 940 in Schöningen als Sohn nichtadeliger, aber freier Eltern geboren. Über seinen Mentor Bischof Volkold von Meißen kam er vermutlich 969 an den Hof Kaiser Ottos I. Ab 971 war er Kanzler, ein Amt, das er auch unter Otto II. behielt. Im Januar 975 erhob ihn Otto II. zum Erzbischof von Mainz. Papst Benedikt VII. verlieh ihm zugleich ein lebenslanges Vikariat mit Vorrang vor den übrigen Erzbischöfen und Bischöfen des nordalpinen Reiches, das auch bei Synoden und Königskrönungen galt. 983 nahm Willigis am Reichstag Ottos II. in Verona teil und erhielt am 13. Juni 983 die Veroneser Schenkung, die dem Erzbistum weite Gebiete zusprach und Grundlage des späteren Kurstaates wurde. Nach dem Tod Ottos II. 983 und dem Tod der Reichsverweserin Theophanu 991 wurde Willigis faktisch Regent des Reiches, bis Otto III. 994 mündig wurde. 996 begleitete er Otto III. nach Rom. Nach Ottos III. Tod 1002 veranlasste Willigis die Wahl Heinrichs II. zum König und krönte ihn am 7. Juni 1002 im Mainzer Dom. Am 23. Februar 1011 starb Willigis in Mainz und wurde in der Stephanskirche begraben.

Der Baumeister

Willigis war Bauherr des Mainzer Doms, der bis heute mit Umbauten besteht. Meist wird angenommen, dass er den Bau bereits bei seinem Amtsantritt 975 begann, um Bedeutung und Stellung des Mainzer Erzbistums zu verdeutlichen. Der Dom war so groß, dass alle Bürger der Stadt darin Platz gefunden hätten, und war der erste Bau dieser Größe nördlich der Alpen. Nach anderer Auffassung datiert der Baubeginn erst um 998. Gesichert ist, dass der Dom 1009 vollendet wurde, jedoch am Tag der geplanten Weihe abbrannte. Der bereits 69-jährige Willigis begann dennoch mit dem Wiederaufbau. Er errichtete ab etwa 990 auch die Stiftskirche St. Stephan, in der er später begraben wurde, weil der Dom noch nicht wiederhergestellt war.

Gedenken

Nach Willigis wurde der Willigisplatz vor der katholischen Pfarrkirche St. Stephan in Mainz benannt. Auch das Bischöfliche Willigis-Gymnasium und die Willigis-Realschule in der Stadt tragen seinen Namen. In Aschaffenburg erinnern ein Straßenname und die Willigisbrücke an ihn. Der Wissenschaftlich Katholische Studentenverein Unitas Willigis Mainz wurde ebenfalls nach ihm benannt.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel WilligisVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270152327redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1101–1200Public domainQuelle