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Adolf von Altena

Erzbischof von Köln

dolf wurde um 1157 als zweiter Sohn des Grafen Eberhard von Berg-Altena geboren. Um 1177 wurde er Domherr in Köln, 1183 Domdechant, 1191 Dompropst und 1193 nach der Abdankung seines Onkels Bruno III. von Berg Erzbischof von Köln. Die Bischofsweihe spendete ihm im März 1194 Hermann II. von Katzenelnbogen. 1194 sorgte Adolf für die Freilassung von König Richard I. von England und empfing ihn Anfang Februar 1194 feierlich in Köln. Er war ein erklärter Gegner der Erbreichspläne Kaiser Heinrichs VI. und lehnte Weihnachten 1195 die Wahl des einjährigen Friedrich zum König ab, gab seinen Widerstand aber im August 1197 in Boppard auf.

Nach dem Tod Heinrichs VI. erklärte Adolf die Königswahl für nichtig. Im Thronstreit zwischen Staufern und Welfen krönte er am 12. Juli 1198 Otto von Braunschweig in Aachen zum deutschen König. Papst Innozenz III. bestätigte die Wahl bald darauf. Als sich Adolf im Laufe des Jahres 1204 von Otto distanzierte, nahm er Verbindungen zu Philipp von Schwaben auf und krönte ihn am 6. Januar 1205 zum deutschen König. Der Papst war irritiert und bat Adolf um einen Bericht, doch Adolf reagierte nicht, da er sein Recht der Königswahl nicht einer päpstlichen Präsentation opfern wollte.

Am 19. Juni 1205 wurde Adolf von Papst Innozenz III. mit dem Bann belegt und für abgesetzt erklärt. Schon im Juli wählte man in Köln einen neuen Erzbischof, doch da man im Rheinland staufisch gesinnt blieb, kam es zu einem Schisma. 1207 prozessierte Adolf in Rom gegen seinen Nachfolger, ohne Erfolg. Erst die Ermordung Philipps von Schwaben am 21. Juni 1208 führte zu seiner Unterwerfung unter den Papst und zur Anerkennung seines Nachfolgers, wofür er eine Jahresrente von 250 Mark erhielt.

Im März 1212 wurde Adolf, nachdem Dietrich I. von Hengebach durch den päpstlichen Legaten abgesetzt worden war, mit der Leitung der Diözese beauftragt. Es handelte sich jedoch nur um eine provisorische Leitung, und das Erzbistum befand sich erneut im Schisma. 1216 fiel das Urteil, und in Köln kam es wiederum zur Bischofswahl. Neuer Erzbischof wurde Engelbert von Berg, der Adolf in der Zeit des Schismas stets unterstützt hatte. Bis zu seinem Tod 1220 war Adolf immer wieder als Weihbischof im Erzbistum Köln tätig.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Adolf von AltenaVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267720856redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0