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Albrecht von Brandenburg

Kardinal, Kurfürst, Erzbischof von Mainz und Erzbischof von Magdeburg, Administrator von Halberstadt, Markgraf von Brandenburg

Leben

lbrecht, Sohn des Kurfürsten Johann Cicero von Brandenburg, wurde 1513 im Alter von nur 23 Jahren Erzbischof von Magdeburg und Administrator von Halberstadt sowie 1514 Erzbischof und Kurfürst zu Mainz. Für die fällige Bestätigungsgebühr lieh er sich von Jacob Fugger 20.000 Gulden. Seine Berater empfahlen ihm einen Ablasshandel, den er 1514 dem Papst vorschlug. Die unlauteren Methoden des Ablasspredigers Johann Tetzel veranlassten Luther, seine 95 Thesen zu publizieren. Anfangs suchte Albrecht zu vermitteln, wandte sich später aber gegen die Reformation. Als sich Halle der Reformation zuwandte, ergriff er Maßnahmen zur Stabilisierung der alten Kirchenordnung. Er zog sich 1541 endgültig aus Halle zurück und riet dem Kaiser zur Gewalt gegen die Protestanten.

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Konkubinat

Wie andere hochrangige Geistliche seiner Zeit lebte Albrecht im Konkubinat, beschenkte seine Geliebten und begünstigte die gemeinsamen Kinder, soweit dies möglich war. Der Mainzer Heimatforscher Franz Joseph Bodmann nannte 1800 eine Redingerin als Konkubine, doch die neuere Forschung geht davon aus, dass Albrecht nacheinander mit Elisabeth „Leys“ Schütz aus Mainz und der Frankfurter Witwe Agnes Pless in einem eheähnlichen Verhältnis lebte. Mit Leys Schütz hatte er eine Tochter namens Anna, die er mit seinem Sekretär Joachim Kirchner verheiratete. Agnes Pless, eine erfolgreiche Geschäftsfrau, besaß in Halle einen eigenen Hof und wurde später Vorsteherin eines von Albrecht gegründeten Beginenhauses im Aschaffenburger Schöntal.

Albrecht als Kunstmäzen und Renaissancefürst

Obwohl Albrecht die transalpinen Reichsgebiete nie verlassen hatte, kannte er die neuesten Kunstentwicklungen seiner Zeit und wurde Förderer der Künste. Er plante den Ausbau Halles zur Residenz des Erzstifts Magdeburg und ließ den Halleschen Dom zur Kirche des „Neuen Stifts“ umbauen. Für dessen Innengestaltung gab er bei Lucas Cranach dem Älteren 16 Altarretabel mit insgesamt 142 Bildern in Auftrag, den größten Gemäldeauftrag der deutschen Kunstgeschichte. Er bestellte auch Werke bei Hans Baldung Grien und Peter Schro und stiftete in Rom die Markgrafenkapelle an Santa Maria dell’Anima. Als er 1541 Halle verlassen musste, nahm er viele Kunstschätze mit nach Aschaffenburg, wo sie die Zweitresidenz der Mainzer Kurfürsten schmückten.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Albrecht von BrandenburgVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269775256redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Lucas Cranach der Ältereentstanden 1529Public domainQuelle