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Alfons X.

König von Kastilien und León

Abkunft und Regentschaft

ber seine Mutter Beatrix, Tochter Philipps von Schwaben, stammte Alfons von den Hohenstaufen ab und beanspruchte darüber die schwäbische Linie. Bei der Königswahl von 1257 nach dem Tod Wilhelms von Holland erhielt er ebenso viele Stimmen wie sein Gegenkandidat Richard von Cornwall. Das ließ ihn auf die Kaiserkrone hoffen, doch ihm fehlte das Geld für einen Romzug. Um Geld zu beschaffen, verschlechterte er die Münzen und griff zu einem eigenwilligen Steuersystem, was Kleinhandel, Bürger und Bauern schwer schädigte. Mit der einstimmigen Wahl Rudolfs I. von Habsburg 1273 galt Alfons faktisch als abgesetzt, was Papst Gregor X. bestätigte. Erst 1275, als ihm eine Reise nach Italien zur Krönung als König der Lombarden verwehrt wurde, gab er seinen Anspruch gegenüber Gregor X. endgültig auf.

Thronstreitigkeiten

Nach dem Tod seines ältesten Sohnes Ferdinand de la Cerda 1275 bestimmte Alfons seinen zweiten Sohn Sancho zum Thronfolger statt der Kinder Ferdinands. Das provozierte einen Bürgerzwist und einen Krieg mit Frankreich, da König Philipp III. sich der Witwe Ferdinands, seiner Schwester Blanka, annahm. Nach dem Krieg zog Alfons mit Aragonien, Katalonien und Valencia gegen die Mauren und eroberte Jerez, Medina-Sidonia, San Lucar, Cádiz, Teile der Algarve und Murcia. Ein Bündnis mit Marokko brachte ihm den Vorwurf ein, den Glauben zu verraten. Als er das Reich zugunsten seiner Enkel teilen wollte, empörten sich Sancho und die kastilischen Großen. 1282 wurde Alfons entmachtet, blieb aber formell König. Erst in seinen letzten Lebensjahren begann eine Gegenbewegung zu seinen Gunsten. Er starb 1284 als geschlagener Flüchtling in Sevilla und versuchte in seinem Testament noch, Sancho vom Erbe auszuschließen.

Wissenschaftlicher Ruf

Alfons’ wissenschaftlicher Ruf beruht auf eigenen Gedichten sowie einem chemischen und einem philosophischen Werk und auf seiner Förderung der Astronomie und der ptolemäischen Kosmologie. Für 40.000 Dukaten ließ er 1252 die Ptolemäischen Planetentafeln verbessern, die als Alfonsinische Tafeln bekannt wurden. In Toledo gründete er eine Übersetzerschule aus Juden, Moslems und Christen, die arabisches und jüdisches Wissen ins christliche Europa vermittelte und dort unter anderem das Alte Testament ins Kastilische übertrug. Er gilt als Begründer der kastilischen Nationalliteratur und ließ die Estoria de España sowie die General estoria in kastilischer Sprache verfassen. Zu seinen Auftragswerken zählen die Cantigas de Santa Maria und 1283 das Libro de los juegos, die bedeutendste Schachproblemsammlung des Mittelalters mit 103 Aufgaben, größtenteils arabischen Mansuben.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Alfons X.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 266515133redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1283Public domainQuelle