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Richard von Cornwall

römisch-deutscher König, Earl of Cornwall, Graf von Poitou

nde Januar 1256 starb Wilhelm von Holland, der päpstliche Kandidat für die römisch-deutsche Kaiserkrone. Heinrich III. schickte Gesandte nach Rom, die für Richards Kandidatur warben. Richard ließ sich damit auf ein ambitioniertes Vorhaben ein, ähnlich dem Versuch seines Bruders, dessen Sohn zum König von Sizilien zu machen. Da das Reichsgut größtenteils verpfändet oder in fremder Hand war, musste der neue König sich auf eigene Mittel und Verbündete verlassen, um Heer und Verwaltung zu finanzieren. Sein Gegenkandidat Alfons X. von Kastilien war in Spanien in Konflikte verwickelt und hatte ebenfalls nicht die Mittel, seine Herrschaft in Deutschland durchzusetzen.

Im April 1257 huldigten der Erzbischof von Köln und Florens von Holland Richard als neuem König. Am 29. April 1257 brach er von Yarmouth auf und landete am 1. Mai in Dordrecht. Von dort zog er nach Aachen, wo er und seine Frau Sancha am 17. Mai vom Erzbischof von Köln zum König und zur Königin gekrönt wurden. Die Krönung feierte er mit einem prächtigen Fest, und den Bau des Grashauses, des neuen Rathauses von Aachen, unterstützte er mit einer Spende. Anschließend zog er rheinaufwärts, um über die Alpen nach Rom zu ziehen und dort zum Kaiser gekrönt zu werden.

1260 reiste Richard erneut nach Deutschland, um bei diesem zweiten Besuch zum Kaiser gekrönt zu werden. Er plante einen triumphalen Zug durch das Rheintal über die Alpen nach Italien und weiter nach Rom. Nach einem Aufenthalt in Cambrai, wo er Gräfin Margarete von Flandern und deren Sohn Guido belehnte, reiste er weiter nach Worms, wo er von Anfang August bis zum 17. September 1260 blieb. Er erklärte, in Kürze nach Bologna zu ziehen, reiste dann aber wieder rheinabwärts und kehrte am 24. Oktober 1260 nach England zurück.

Nach dem Ende des Zweiten Kriegs der Barone brach Richard am 4. August 1268 zum vierten Mal nach Deutschland auf. Er zog rheinaufwärts und konnte seine Autorität in den Rheinlanden wiederherstellen. Im April 1269 hielt er eine Reichsversammlung in Worms ab, auf der er versuchte, die meisten Rheinzölle abzuschaffen und einen allgemeinen Landfrieden verkündete, um die sich befehdenden Fürsten der Region zu befrieden. Ohne eigene Truppen hatte er jedoch keine Möglichkeit, diesen Frieden durchzusetzen.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Richard von CornwallVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270142390redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Anonymentstanden 1201–1300Public domainQuelle