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Gregor X.

Papst (1271–1276)

ach dem Tod Clemens IV. 1268 konnten sich die Kardinäle drei Jahre nicht auf einen Nachfolger einigen. Ursachen waren die Rückeroberung Konstantinopels 1261, das Scheitern des Siebten Kreuzzugs 1270, der Tod Ludwigs IX. und das Interregnum im Heiligen Römischen Reich nach den Staufern. Karl I. von Sizilien versuchte, mit Hilfe französischer Kardinäle einen frankophilen Papst durchzusetzen, während italienische Kardinäle einen Kandidaten im Sinne des Reiches wollten. Diese setzten sich mit der Wahl Tedaldo Viscontis durch, der sich zu dieser Zeit in Akkon aufhielt. Nach seiner Wahl reiste er nach Rom, wo er am 13. März 1272 eintraf, am 19. März zum Priester geweiht und am 27. März als Papst Gregor X. eingesetzt wurde.

Auf dem Zweiten Konzil von Lyon versuchte Gregor, einen neuen Kreuzzug zu organisieren, was trotz Zusagen der Könige von England, Frankreich und Sizilien am Geld und der Begeisterung scheiterte. Auf Betreiben Kaiser Michaels VIII. von Byzanz kam es zur vorübergehenden Wiedervereinigung von Ost- und Westkirche von 1274 bis 82, die Michaels Sohn Andronikos II. Palaeologos nach seinem Amtsantritt 1282 widerrief. König Karl, gegen diese Union, setzte seine Eroberungspolitik in Griechenland fort und nannte sich König von Albanien. Der Papst vermittelte nur einen kurzen Waffenstillstand zwischen Michael und Karl. Das bekannteste Ergebnis der Synode war das Dekret Ubi periculum, das die Papstwahl zehn Tage nach dem Tod des Papstes ansetzte und das Konklave einführte.

Gregor bemühte sich um die Beilegung der Streitigkeiten zwischen Fürsten in Italien und Deutschland und verfasste eine Schrift zur Versöhnung von Guelfen und Ghibellinen. Er arbeitete auf die Beendigung des Interregnums in Deutschland hin und lehnte die Forderung des neuen französischen Königs Philipp III. nach der Kaiserwürde ab, ebenso verweigerte er Ottokar II. von Böhmen die Unterstützung. Er drohte den Kurfürsten, selbst einen deutschen König zu bestimmen, woraufhin am 1. Oktober 1273 Graf Rudolf von Habsburg in Frankfurt am Main gewählt und am 24. Oktober in Aachen gekrönt wurde. Nach Verhandlungen erreichte Gregor den Verzicht Alfons’ X. auf die deutsche Krone. Am 20. Oktober 1275 traf er sich mit Rudolf in Lausanne und sagte ihm die Kaiserkrönung für den 2. Februar 1276 zu, die wegen Gregors Tod nicht mehr stattfand.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Gregor X.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 269231905redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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