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Konzil

Versammlung einer Kirche

ie erste überlieferte christliche Synode war das Apostelkonzil von Jerusalem, das etwa im Jahre 49 tagte. Vom zweiten Jahrhundert an versammelten sich Bischöfe einer Region auf zahlreichen lokalen Konzilien, um Fragen der Lehre oder Kirchenstruktur zu klären. Ihre Entscheide galten zunächst nur regional, außer wenn spätere ökumenische Konzilien sie übernahmen, wie es das 6. ökumenische Konzil mit einigen Lokalsynoden des 4. Jahrhunderts tat.

Im ersten Jahrtausend gab es sieben allgemeine Bischofsversammlungen der gesamten Kirche, die als ökumenische Konzilien bezeichnet werden, weil sie für die gesamte Kirche Geltung hatten. Sie reichten vom Ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325 bis zum Zweiten Konzil von Nicäa im Jahr 787. Diese sieben Konzilien waren in den historischen Hauptströmungen der Westkirche und Ostkirche unumstritten und werden von orthodoxen, katholischen und vielen protestantischen Kirchen anerkannt. Spätere Konzilien erlangten nicht dieselbe Einhelligkeit und werden nur in der römisch-katholischen Kirche als ökumenisch betrachtet.

In der römisch-katholischen Kirche steht das Konzil kirchenrechtlich über der Synode, da dort die Gesamtheit des Kollegiums der Apostelnachfolger versammelt ist. Nach römisch-katholischer Zählung waren die letzten vier ökumenischen Konzilien das Konzil von Konstanz von 1414 bis 1418, das Konzil von Trient von 1545 bis 1563, das Erste Vatikanische Konzil von 1870 und das Zweite Vatikanische Konzil von 1962 bis 1965. Insgesamt zählt die katholische Ansicht 21 ökumenische Konzilien, wobei die Zugehörigkeit oft erst Jahre oder Jahrhunderte später geklärt wurde.

In der Orthodoxie gilt das ökumenische Konzil als höchste Entscheidungsinstanz, wenngleich einzelnen Konzilien dieser Status später wieder abgesprochen wurde. Neben den sieben ersten ökumenischen Konzilien werden von manchen auch das photianische Konzil von 879 und das palamitische Konzil von 1351 als ökumenisch anerkannt, von den meisten jedoch nur als panorthodox bezeichnet. In der Russisch-Orthodoxen Kirche wurde der Kirchenverband ab 1326 in Moskau als Synod bezeichnet, und von 1721 bis 1918 ersetzte ein Heiliger Synod den russischen Patriarchen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel KonzilVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267734513redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Ulrich von Richentalentstanden 1464Public domainQuelle