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Andernach

am Rhein gelegene Stadt im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz, Deutschland

Von der keltischen Siedlung zum fränkischen Königssitz

pätestens seit dem 3. Jahrhundert vor Christus bestand eine keltische Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Andernach. Nachdem Gaius Iulius Caesar in den Jahren 55 und 53 vor Christus zwei Rheinbrücken in dem Gebiet zwischen Andernach und Neuwied bauen ließ, entstand das römische Militärlager Antunnacum. Es bestand bis ins 5. Jahrhundert, als das Gebiet an die Franken fiel. Im Reich der Merowinger war Andernach Königssitz. Im Jahr 876 fiel es nach einer Schlacht zwischen dem westfränkischen König Karl dem Kahlen und dem ostfränkischen Herrscher Ludwig III. an Letztgenannten.

Der Runde Turm als Wahrzeichen

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Runde Turm, ein Wehrturm am nordwestlichen Eckpunkt der Stadtmauer. Er wurde als Wartturm der Stadtbefestigung in den Jahren 1440 bis 1453 errichtet und besitzt drei Geschosse mit einem Giebelgeschoss. Mit einer Höhe von 56 Metern bis zur Turmspitze und bis zu 5 Meter dicken Mauern ist er der höchste Wehrturm am Rhein und einer der größten mittelalterlichen Wehrtürme überhaupt. 1689 widerstand der Turm einem Sprengversuch der abrückenden französischen Truppen Ludwig XIV. Geblieben ist ein Ausbruch an der westlichen Feldseite von etwa 1,20 Metern Tiefe.

Der Mariendom über dem römischen Kastell

Die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt liegt am westlichen Rand der Stadt, in direkter Nähe zur Stadtmauer und an der Westseite des in römischer Zeit dort befindlichen Kastells Antunnacum, aus dem die spätere Siedlung hervorging. Sie wurde nach der Zerstörung der vorherigen Kirche zwischen 1196 und 1220 gebaut und war lange Zeit Eigenkirche des Erzbischofs von Trier, woher auch der Alternativname Mariendom stammt. Heute ist sie die Hauptkirche der katholischen Pfarreiengemeinschaft Andernach.

Marktrecht durch Rainald von Dassel

Andernach war schon zur Römerzeit und in der Spätantike für seinen Nah- und Fernhandel bekannt, insbesondere mit Tuffstein, Basalt und Mühlsteinen. Die Stadt erhielt bereits im Mittelalter, spätestens 1167 nach der Schenkung an den Kölner Erzbischof Rainald von Dassel, das Marktrecht. Im Laufe ihrer Geschichte beherbergte sie mehrere, namentlich vier große Märkte neben kleineren wie den 1456 von Erzbischof Dietrich II. von Moers bestätigten Wochenmarkt.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel AndernachVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269867330redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Maus-Trauden in der Wikipedia auf Deutschentstanden 2005CC BY-SA 3.0Quelle