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Anna von Böhmen und Ungarn

Königin von Ungarn und Böhmen, durch Heirat Königin des Heiligen Römischen Reiches

m Annas Ehe wurde von Kindheit an gestritten. Maximilian I. wollte den habsburgischen Einfluss im Osten durch eine Doppelhochzeit seiner Enkel mit Anna und ihrem Bruder Ludwig sichern und erhielt 1506 die Vormundschaft über Anna. Nach langen Verhandlungen kamen Vladislav II. und Maximilian I. 1515 überein, die Wiener Doppelhochzeit zu vollziehen. Anna wurde 1515 in Wien vom Kaiser als Stellvertreter geehelicht, später sollte sie Erzherzog Ferdinand heiraten. Nach einer Ferntrauung 1516 musste sie fünf Jahre in Innsbruck warten, bis nach dem Wormser Vertrag vom 28. April 1521 die persönliche Hochzeit am 26. Mai 1521 in Linz gefeiert wurde.

Obwohl politisch arrangiert, verlief die Ehe glücklich. Der Gesandte Venedigs lobte die gegenseitige Zuneigung des Paares, und Anna begleitete Ferdinand auf vielen Reisen. Sie galt als gesellig und tanzfreudig, sorgte sich in Briefen an Bernhard von Cles um Ferdinands Leben auf Kriegszügen und wurde von ihm zur Statthalterin während seines Aufenthalts in Brüssel ernannt. Später vertraute er ihr auch den Vorsitz bei Landtagen an.

Nach dem Tod ihres Bruders Ludwig II. 1526 in der Schlacht bei Mohács wurde Ferdinand aus Annas Recht König von Ungarn und Böhmen, während die ungarischen Barone Johann Zápolya zum Gegenkönig wählten. Anna galt als religiös, mildtätig und klug und sprach lateinisch, tschechisch, ungarisch und deutsch. Für ihre 15 Kinder ließ sie 1533 ein Erziehungsprogramm erstellen. Sie starb am 27. Januar 1547 im Alter von 43 Jahren in Prag nach der Geburt ihrer Tochter Johanna und wurde im Prager Veitsdom beigesetzt.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Anna von Böhmen und UngarnVersionsgeschichteBearbeitungsstand 247857430redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Hans Maler zu Schwazentstanden 1519Public domainQuelle