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Arnolf von Kärnten

ostfränkischer König und römisch-deutscher Kaiser

arl III. hatte für kurze Zeit alle drei Teilreiche vereint, doch seine langen Aufenthalte in Italien und im Westreich beeinträchtigten aus Sicht der ostfränkischen Großen die Kontinuität der Herrschaft. Seine Ehe mit Richgardis blieb kinderlos, sodass mit Arnolf und Bernhard nur zwei uneheliche Königssöhne aus der Linie Ludwigs des Deutschen verblieben. Karl favorisierte Arnolf jedoch nicht und adoptierte im Mai 887 stattdessen den jungen Ludwig, Sohn des verstorbenen Boso von der Provence. Karl litt zu dieser Zeit unter heftigen Krankheitsattacken und zunehmendem Siechtum und traf bereits ab etwa 885 Vorsorge für sein Seelengedächtnis.

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Im Verlauf des 9. Jahrhunderts fielen wiederholt Normannen ins Frankenreich ein, 881 wurden Maastricht, Tongern und Lüttich geplündert. Karl III. blieb gegen sie militärisch erfolglos und musste ihren Abzug von Asselt 882 durch reiche Geschenke erkaufen, was Zeitgenossen als Zeichen seiner Schwäche deuteten. Arnolf hatte an einem Feldzug Karls im Sommer 882 teilgenommen. Im Sommer 891 zog er selbst mit einem Heer nach Arras und Löwen und beendete mit seinem Sieg an der Dijle die Normannenüberfälle auf das Ostfrankenreich endgültig. Die Normannen wandten sich danach dem Westfrankenreich zu, wodurch sich der Norden von Arnolfs Reich festigen konnte.

Die Mährer unter Moimir, Rastislav und Svatopluk gehörten zu den gefährlichsten Gegnern des Ostfrankenreiches. 874 wurde in Forchheim ein Frieden geschlossen, der zehn Jahre hielt. Arnolf unterhielt zunächst gute Beziehungen zu Svatopluk, der um 870/71 Taufpate seines Sohnes Zwentibold geworden war, und trat ihm im Frühjahr 890 die Oberhoheit über Böhmen ab. Der 891 erneuerte Friedensvertrag hielt jedoch nur kurz. Nach seinem Sieg über die Normannen nahm Arnolf den Kampf gegen Svatopluk auf und unternahm 892 und 893 Feldzüge gegen die Mährer. Nach Svatopluks Tod 894 schloss er mit dessen Söhnen Frieden. Bei den Kämpfen gegen die Mährer griff Arnolf auf die Ungarn als Verbündete zurück, was ihm später den Vorwurf einbrachte, er habe sie ins Frankenreich geholt.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Arnolf von KärntenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 268816615redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1301–1400Public domainQuelle