Bayerischer Erbfolgekrieg
Krieg
ayern war seit 1180 im Besitz der Wittelsbacher, nachdem es nach dem Prozess gegen Heinrich den Löwen an sie gefallen war. 1329 entstand die pfälzische Linie, die über Kurpfalz und Oberpfalz herrschte. Nach der Niederlage Friedrichs V. von der Pfalz gegen die Katholische Liga in der Schlacht am Weißen Berg mussten die pfälzischen Wittelsbacher die Oberpfalz an Bayern abtreten. Als Kurfürst Maximilian III. Joseph am 30. Dezember 1777 starb, erlosch die bayerische Linie. Nach den Erbfolgeverträgen sollte Bayern nun an Kurfürst Karl Theodor aus der Linie Pfalz-Sulzbach fallen, doch Österreich intervenierte.
Nach den drei Schlesischen Kriegen gegen Preußen waren die Habsburger wegen der Entstehung einer weiteren Großmacht auf deutschem Boden besorgt. Der Verlust Schlesiens hatte sie geschwächt, so dass das Aussterben der bayerischen Wittelsbacher Kaiser Joseph II. einen willkommenen Anlass bot, seine Ländereien zu erweitern und seine Machtposition im Reich zu stärken. Er erhob Ansprüche auf Niederbayern und die Oberpfalz und bewegte Kurfürst Karl Theodor dazu, im Tausch gegen finanzielle Gegenleistungen und Vorderösterreich darauf zu verzichten. Nach der Wiener Konvention vom 3. Januar 1778 rückten österreichische Truppen in die Oberpfalz und Niederbayern ein.
Das Vorgehen Österreichs stieß auf Ablehnung, vor allem bei König Friedrich II. von Preußen. Am 3. Juli erklärte Preußen Österreich den Krieg, und am 5. Juli 1778 marschierten preußische Truppen in Böhmen ein. Wegen logistischer Probleme kam es kaum zu Kämpfen, weshalb der Konflikt spöttisch als Kartoffelkrieg beziehungsweise Zwetschgenrummel bezeichnet wurde. Maria Theresia bat Friedrich II., von einer Schlacht abzusehen, was dieser zusagte. Am 13. Mai 1779 beendete der Frieden von Teschen den Krieg.