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Benedikt XIII. (Gegenpapst)

Gegenpapst (1394–1423)

edro de Luna, Neffe des Kardinals Gil de Albornoz, war Professor des Kirchenrechts in Montpellier und wurde 1375 durch Gregor XI. zum Kardinaldiakon erhoben. Nach der umstrittenen Wahl Urban VI. 1378 hielt er zunächst zu diesem, wechselte dann aber zu den abgefallenen Kardinälen und nahm im September 1378 an der Wahl Clemens’ VII. teil. Damit war das Schisma vollzogen. Als Legat Clemens’ VII. gewann Luna die vier hispanischen Königreiche Kastilien, Portugal, Aragón und Navarra für die avignonesische Obedienz. Nach Clemens’ Tod 1394 wurde er selbst ohne Gegenstimme zum Nachfolger gewählt und nannte sich Benedikt XIII. Die Universität Paris erkannte ihn jedoch nie als Papst an.

Trotz der Gegensätze zwischen den beiden Päpsten herrschte Einigkeit über einen neuen Kreuzzug, nachdem der osmanische Sultan Bayezid I. mit der Eroberung Bulgariens die ungarische Grenze erreicht hatte. Das unter König Sigismund von Ungarn ausgesandte Heer wurde 1396 in der Schlacht von Nikopolis vernichtend geschlagen. Nach dem Tod Karl V. wandte sich sein Nachfolger Karl VI. von Benedikt ab und forderte den deutschen König Wenzel auf, bei der Überwindung des Schismas zu helfen. Ein französisches Nationalkonzil forderte erstmals den Rücktritt beider Päpste. Benedikt weigerte sich, worauf er sieben Monate lang in Avignon von französischen Truppen belagert wurde, bis nur noch fünf Kardinäle bei ihm blieben. Erst die Intervention seines Landesherrn Martin I. von Aragón beendete die Belagerung, doch der Papst blieb in Ehrenhaft, bevor ihm 1403 die Flucht gelang.

1409 setzten Kardinäle beider Päpste auf dem Konzil von Pisa die Päpste von Rom und Avignon ab und wählten Alexander V., sodass die Christenheit nun drei Päpste hatte. Der 1410 zum römisch-deutschen König gewählte Sigismund betrieb die Einberufung des Konzils von Konstanz, an dem als einziger der drei Päpste Johannes XXIII. selbst teilnahm, bevor er floh und 1415 abgesetzt wurde. Auch Gregor XII. dankte 1415 ab. Benedikt widersetzte sich seiner Absetzung und zog sich auf die Burgfestung Peñíscola zurück; ein Bekehrungsversuch Sigismunds in Perpignan blieb erfolglos. Am 26. Juli 1417 setzte das Konzil Benedikt schließlich ab und exkommunizierte ihn, am 11. November 1417 wurde Martin V. zum einzig rechtmäßigen Papst gewählt. Auf der Iberischen Halbinsel herrschte Benedikt jedoch weiter, unterstützt von seinem Beschützer Alfons V. von Aragón.

Vor seinem Tod ernannte Benedikt XIII. vier Kardinäle, die einen Nachfolger wählen sollten. Drei von ihnen wählten Gil Sánchez Muñoz zum Gegenpapst Clemens VIII., der bis 1429 von der Krone von Aragonien als legitimer Papst anerkannt wurde, bevor er zugunsten Martins V. verzichtete und zum Bischof von Mallorca ernannt wurde. Der bei der Wahl nicht anwesende Jean Carrier erhob 1425 in einem Ein-Mann-Konklave Bernard Garnier als Benedikt XIV. zum geheimen Gegenpapst, dessen Existenz er erst 1429 offenbarte. Benedikt XIV. blieb bedeutungslos und starb nach 1450.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Benedikt XIII. (Gegenpapst)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 267726047redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Juan Rexachentstanden 1401–1500Public domainQuelle