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Berlin

Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt der Bundesrepublik Deutschland

Zwei Städte an der Spree

ie auf der Spreeinsel gelegene Stadt Kölln wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte die erste Erwähnung Alt-Berlins am nordöstlichen Ufer der Spree. Archäologische Funde belegen vorstädtische Siedlungen beiderseits der Spree bereits in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. 1280 fand der erste nachweisbare märkische Landtag in Berlin statt. Das Landbuch Karls IV. von 1375 weist Berlin, Stendal, Prenzlau und Frankfurt an der Oder als die Städte mit dem höchsten Steueraufkommen aus. 1307 bekamen Berlin und Kölln ein gemeinsames Rathaus.

BerlinOrt auf der Karte 164852.5167 N, 13.3833 OAuf der Karte zeigen

Kurwürde und Hohenzollern

Berlin teilte das Schicksal Brandenburgs unter den Askaniern von 1157 bis 1320, den Wittelsbachern von 1323 bis 1373 und den Luxemburgern von 1373 bis 1415. Im Jahr 1257 zählte der Markgraf von Brandenburg zum ersten Mal zum einzig zur Königswahl berechtigten Wahlkollegium. Die genauen Regeln wurden 1356 mit der Goldenen Bulle festgelegt, seitdem galt Brandenburg als Kurfürstentum. Nachdem der deutsche König Sigismund von Luxemburg 1415 Friedrich I. von Hohenzollern mit der Mark Brandenburg belehnt hatte, regierte diese Familie bis 1918 in Berlin, ab 1701 auch als Könige in beziehungsweise von Preußen. Ab dem 14. Jahrhundert war Berlin Mitglied der Hanse, 1518 trat es formal aus.

Residenz, Reformation, Krieg

1448 revoltierten Einwohner im Berliner Unwillen gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Der Protest scheiterte, die Stadt büßte viele politische und ökonomische Freiheiten ein. Kurfürst Johann Cicero erklärte 1486 Berlin zur Hauptresidenzstadt des brandenburgischen Kurfürstentums. Die Reformation wurde 1539 unter Kurfürst Joachim II. in Berlin und Kölln eingeführt, ohne große Auseinandersetzungen. Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 beschädigte ein Drittel der Häuser, die Bevölkerungszahl halbierte sich. Friedrich Wilhelm übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte und pflegte eine Politik der Einwanderung und religiösen Toleranz. Mit dem Potsdamer Toleranzedikt 1685 lud er die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, 6.000 ließen sich in Berlin nieder.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel BerlinVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270315207redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.deentstanden 2012CC BY-SA 3.0Quelle