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Bernhard III. (Sachsen)

Herzog von Sachsen, Fürst von Anhalt

ernhard war der jüngste Sohn Albrechts des Bären und der Sophie von Winzenburg. 1157 nahm er am Begräbnis Konrads des Großen teil, 1159 begleitete er zusammen mit seinem Bruder Otto Kaiser Friedrich I. Barbarossa auf dessen Italienzug. Nach dem Tod seines Vaters erhielt er 1170 den Bezirk von Ascaria und den Gau Serimunt zwischen Saale, Mulde und Elbe. 1171 wurde er nach dem Tod seines Bruders Adalbert Graf von Ballenstedt und erhielt von Friedrich Barbarossa auf dem Reichstage zu Goslar das Heimfallsrecht auf die Herrschaft Plötzkau, die 1173 in seinen Besitz überging. Heinrich der Löwe machte ihm diese Grafschaft streitig und zerstörte bei einem Kriegszug Aschersleben und Gröningen und verwüstete Halberstadt. Bernhard konnte sich in dieser Auseinandersetzung behaupten.

BallenstedtOrt auf der Karte 164851.7200 N, 11.2375 OAuf der Karte zeigen

1180 wurde Heinrich der Löwe durch Kaiser Friedrich Barbarossa geächtet und verlor auf dem Reichstag zu Würzburg seine Herzogtümer Bayern und Sachsen. Bernhard erhielt am 13. April 1180 auf dem Hoftag zu Gelnhausen mit der Gelnhäuser Urkunde den östlichen Teil der welfischen Lande und das Bistum Bremen. Das Herzogtum Sachsen wurde zuvor aufgeteilt, so dass es nur den Landstrich zwischen der Mark Meißen und der Mark Brandenburg umfasste. Bernhard erhielt die Gebiete um Aken und Wittenberg sowie die Burggrafschaft Magdeburg. Die Länder Engern und Westfalen verschaffte sich der Erzbischof von Köln, die Grafen von Holstein wurden von der Lehnshoheit der sächsischen Herzöge entbunden, Lübeck wurde Reichsstadt und die Pfalzgrafschaft Sachsen ging 1179 an Ludwig III. von Thüringen. 1181 musste Bernhard den Kaiser bei der Reichsheerfahrt gegen Heinrich den Löwen unterstützen. Im November 1181 unterwarf sich Heinrich dem Kaiser auf dem Reichstag von Erfurt, und erst dann erhielt Bernhard neben dem Territorium auch den sächsischen Herzogstitel.

In Nordalbingien und zwischen Elbe und Ostsee lehnten sich die Lehnsleute gegen Bernhard auf und fanden Unterstützung bei Heinrich dem Löwen. Bernhard wurde von seinen Brüdern Otto I., Markgraf von Brandenburg, und Siegfried, Erzbischof von Bremen, unterstützt. Graf Adolf von Holstein wurde zu seinem Widersacher, und der Streit um die Dithmarschen blieb erfolglos. Bernhard ließ die Lauenburg an der unteren Elbe bauen, die 1182 zerstört wurde. 1183 fiel ihm der Besitz seines kinderlos verstorbenen Bruders Dietrich von Werben zu. Der Streit weitete sich auf die Slawenländer aus, wobei sich 1184 der Kaiser um einen Ausgleich bemühte, bei dem Graf Adolf III. von Holstein 700 Mark an Bernhard zahlen musste. 1190 nahm Bernhard als Herzog von Sachsen an der Wahl Heinrichs VI. teil und fungierte bei dessen Krönung erstmals als Erzmarschall. Nach Heinrichs VI. Tod 1197 lehnte Bernhard die ihm angetragene Königswahl ab und unterstützte später Philipp von Schwaben, nach dessen Ermordung 1208 wechselte er zu Otto IV. Bernhard begründete das sächsische Wappen und erhielt den Rautenkranz von Friedrich Barbarossa auf dem Reichstage zu Gelnhausen 1180. Er verlegte seinen Sitz nach Wittenberg, das bis 1422 Residenz der Askanier blieb, und errichtete dort eine Münzstätte. Er starb 1212 und wurde in Ballenstedt beigesetzt.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Bernhard III. (Sachsen)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 261942984redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1598Public domainQuelle