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Bielefeld

Großstadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Frühe Spuren und erste Erwähnung

017 wurden in einem Waldgebiet von Bielefeld-Sennestadt Reste eines vermutlich 2000 Jahre alten römischen Militärlagers entdeckt. 1988 war zudem ein Ringwall gefunden worden, der auf eine römische Baustelle um 32/31 vor Christus schließen lässt. Bereits zur Mitte des 9. Jahrhunderts wurde der Ort erwähnt, als dem Kloster Corvey ein Mansus in Bylanuelde übertragen wurde. Die erste Erwähnung der Stadt Bielefeld stammt aus dem Jahr 1214. Ihre Stellung als wichtigster und größter Ort der Region ist im Falle Bielefelds wenig historisch begründet.

BielefeldOrt auf der Karte 164852.0167 N, 8.5333 OAuf der Karte zeigen

Kirchliche Ordnung im Mittelalter

Bielefeld gehörte seit seiner Gründung zum Bistum Paderborn und war dem Archidiakonat in Lemgo unterstellt. Pfarrkirche war seit der Abpfarrung von der Peter-und-Pauls-Kirche in Heepen 1236 die Altstädter Nicolaikirche. Seit Ende des 13. Jahrhunderts entstand eine weitere Pfarrgemeinde in der Neustadt unterhalb der Sparrenburg. In der Nachbarschaft bestanden in Dornberg mit St. Peter und bei der Stiftskirche Schildesche noch ältere Kirchspiele.

Reformation und Konfessionswechsel

Ausgehend von der Neustädter Marienkirche verbreitete sich um 1553 Luthers Reformation in der Stadt und der gesamten Grafschaft Ravensberg. 1649 fiel die Grafschaft endgültig an das Haus Brandenburg, und nach dem geltenden Grundsatz Cuius regio, eius religio mussten die Untertanen die Religion des Landesherrn übernehmen. Bis auf das Franziskanerkloster wurden alle Pfarr- und Stiftskirchen protestantisch. Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm, 1620 bis 1688, war Anhänger des Calvinismus und verfügte durch eine Verordnung, dass in Stadt und Land reformierter Gottesdienst zu halten sei.

Jüdisches Leben in der Stadt

Der erste dokumentarische Nachweis über die Ansiedlung von Juden in der Stadt stammt von einer Urkunde aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Während der Pestepidemie von 1348 bis 1350 wurden die Juden in Deutschland verfolgt, weil sie angeblich die Brunnen vergiftet hätten, und wie in zahlreichen anderen Städten aus Bielefeld vertrieben. Der Graf von Ravensberg, Wilhelm von Jülich, gestattete den Juden 1370 die Rückkehr und verbürgte sich für ihre Sicherheit.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel BielefeldVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270145264redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: InnovativeSightsCC BY-SA 3.0Quelle