Braunschweig
Großstadt in Niedersachsen, Deutschland
Ursprünge an der Oker
ie Stadt entstand im Schatten der Oker, die seit rund 800 nach Christus die Grenze zwischen den Bistümern Halberstadt und Hildesheim bildete. Eine für den Handel wichtige Furt begünstigte die Ansiedlung. Auf beiden Seiten des Flusses entstanden schon im 9. Jahrhundert die Siedlungen Brunswik und Dankwarderode, aus denen sich die spätere Stadt entwickelte.
Die Reformation setzt sich durch
Im Jahr 1528 setzte sich in Braunschweig die Reformation durch, während Herzog Heinrich der Jüngere auf Kriegszug in Italien weilte. Rat und Bürgerschaft nahmen die von Johannes Bugenhagen ausgearbeitete Kirchenordnung an. 1531 trat die Stadt dem Schmalkaldischen Bund bei und band sich damit an das protestantische Bündnis der Reichsstände.
Unter französischer Herrschaft
Nach dem Frieden von Tilsit 1807 und der Gründung des Königreiches Westphalen durch Napoleon Bonaparte wurden Stadt und Herzogtum Braunschweig von den Franzosen besetzt. Braunschweig wurde Hauptstadt des neu geschaffenen Departements der Oker. Es galt fortan die Maire-Verfassung, mit einem Maire, dem Bürgermeister, an der Spitze der Stadt.
Das Ende der Monarchie
Gegen Ende des Ersten Weltkrieges führte eine wirtschaftliche, soziale und politische Krise in Braunschweig zur Novemberrevolution. Am 8. November 1918 erzwang der Arbeiter- und Soldatenrat unter August Merges die Abdankung des letzten Herzogs Ernst August von Braunschweig-Lüneburg. Der Rat übernahm die politische Führung und rief die Sozialistische Republik Braunschweig unter Präsident Merges aus.