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Bremen-Verden

Herzogtum im Heiligen Römischen Reich

as Territorium entstand mit dem Westfälischen Frieden von 1648, als das ehemalige Erzstift Bremen zusammen mit dem säkularisierten Hochstift Verden an Schweden fiel. Stade wurde zum Hauptort erklärt. Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg von 1675 bis 1676 wurde das Herzogtum im Bremen-Verdener Feldzug durch mehrere Staaten des Heiligen Römischen Reiches und Dänemark erobert und blieb bis zum Kriegsende 1679 in alliiertem Besitz. Im Zuge des Friedens von Saint-Germain 1679 fiel Bremen-Verden wieder an Schweden. Das Herzogtum Bremen und das Fürstentum Verden blieben staatsrechtlich eigenständige deutsche Fürstentümer, deren Landesherr der schwedische Monarch als deutscher Reichsfürst war, nicht als König von Schweden. Nach kurzer dänischer Herrschaft fiel Bremen-Verden 1715 durch Kauf an das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg und blieb dort, mit Unterbrechungen durch schwedische und französische Herrschaft, bis 1866 das Königreich Hannover von Preußen annektiert wurde. 1823 ging das Territorium in der Landdrostei Stade des Königreichs Hannover auf.

StadeOrt auf der Karte 164853.6008 N, 9.4764 OAuf der Karte zeigen

Von 1648 bis 1654 regierte Christina von Schweden aus dem Haus Wasa. Danach übernahm das Haus Pfalz-Zweibrücken mit Karl X. Gustav von Schweden von 1654 bis 1660, gefolgt von Karl XI. von Schweden von 1660 bis 1697 und Karl XII. von Schweden von 1697 bis 1718. Ulrika Eleonore von Schweden hielt von 1718 bis 1719 nur den Anspruch, da Bremen-Verden dänisch besetzt war. Mit dem Haus Hannover beanspruchte Georg I. Ludwig von 1715 bis 1727 die Herrschaft ohne kaiserliche Belehnung, während Georg II. August von 1727 bis 1760 diese 1733 tatsächlich erhielt. Georg III. Wilhelm Friedrich regierte von 1760 bis 1820, war aber 1803 bis 1813 durch Besatzer der napoléonischen Kriege de facto außer Besitz gesetzt. Georg IV. August Friedrich hielt den Titel von 1820 bis 1823 nur noch pro forma, bevor Bremen-Verden 1823 aufgelöst und ins Königreich Hannover eingegliedert wurde.

Während der Personalunion mit Schweden amtierten mehrere Generalgouverneure. Von 1646 bis 1663 war dies Hans Christoph von Königsmarck, von 1663 bis 1666 Gustaf Evertsson Horn und von 1668 bis 1693 Henrik Horn, dessen Amtszeit 1676 bis 1679 durch die brandenburgische und dänische Besetzung im Zuge des Brandenburgisch-Schwedischen Krieges de facto unterbrochen war. Erik Dahlbergh amtierte 1693 nur kurz, danach folgte eine Vakanz. Jürgen Mellin übernahm von 1696 bis 1698, Nils Carlsson Gyllenstierna af Fogelvik von 1698 bis 1710 und schließlich Mauritz Vellingk von 1711 bis 1712.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Bremen-VerdenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 263425297redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Frederik de Witentstanden 1655Public domainQuelle