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Brindisi

italienische Gemeinde

er natürliche Hafen von Brindisi, schon von Herodot erwähnt, machte die Stadt früh zum wichtigen Umschlagplatz. Die Römer eroberten sie 267 v. Chr. und nannten sie Brundisium. 244 v. Chr. wurde sie Colonia latinischen Rechts mit eigenem Münzrecht. Im Krieg gegen Hannibal stand die Stadt auf römischer Seite, und da die Überfahrt nach Griechenland meist von hier erfolgte, wuchs ihr Wohlstand. Die Via Appia wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum Hafen von Brundisium verlängert. Nach dem Bundesgenossenkrieg wurde die Stadt 89 v. Chr. Municipium, 83 v. Chr. gewährte Sulla ihr Steuerfreiheit. Am Beginn des Bürgerkriegs 49 v. Chr. sammelte Pompeius hier eine Flotte, der Caesar ihn einzuschließen suchte, doch Pompeius entkam nach Griechenland. Octavian nahm hier den Namen Caesar an und schloss 40 v. Chr. einen kurzen Frieden mit Marcus Antonius.

Im Mittelalter behielt der Hafen lange seine Bedeutung. 675 wurde die Stadt vom langobardischen Herzog Romuald von Benevent erobert, 836 fiel sie an die Sarazenen, denen Kaiser Ludwig II. sie 868 entriss. Später unter byzantinischer Herrschaft, wurde sie 1071 von den Normannen unter Robert Guiskard erobert. Unter den Staufer-Kaisern erlebte Brindisi im 12. und 13. Jahrhundert eine Blütezeit als Hafen der Kreuzzüge nach Palästina. 1228 schiffte sich Kaiser Friedrich II. hier zu seinem Kreuzzug ein und ließ die Stadt 1238 neu befestigen. Der Deutsche Orden besaß vor 1214 ein um 1191 gegründetes Hospital in der Stadt und nutzte sie als Stützpunkt für Transporte ins Heilige Land, bis er seine Besitzungen Ende des 15. Jahrhunderts aufgab. Karl I. von Anjou sammelte 1284 eine Flotte, Karl II. verbesserte 1301 den Hafen. Pest, Plünderungen und ein Erdbeben 1456 zerstörten die Stadt, die von 1496 bis 1509 zu Venedig gehörte und danach an das Königreich Neapel fiel.

Ferdinand I. ordnete 1775 den Wiederaufbau von Hafen und Stadt an, die Arbeiten unter Ingenieur Pigonati machten den inneren Hafen wieder zugänglich. Im Mai 1845 wurde Brindisi zum Freihafen erklärt und kam 1860 an Italien. Die Adria-Eisenbahnstrecke von Ancona nach Otranto und die Eröffnung des Suezkanals brachten wirtschaftlichen Aufschwung. Ab 1905 plante man wegen der strategischen Lage nahe der Straße von Otranto einen neuen Marinestützpunkt, dessen Bau 1913 begann. Im Ersten Weltkrieg wurden fast alle Hafenanlagen militärisch genutzt, 1933 wurde das Marine-Ehrenmal eingeweiht. Brindisi ist bis heute Stützpunkt der italienischen Marine.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel BrindisiVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270142524redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: LPLT (must be credited)entstanden 2009CC BY-SA 4.0Quelle