Christian IV. (Dänemark und Norwegen)
König von Dänemark und Norwegen
ach dem Kalmarkrieg wandte sich Christian Norddeutschland zu. Er versuchte, an der Elbe Gebiete zu gewinnen und zweien seiner Söhne die säkularisierten Bistümer Bremen und Verden zu verschaffen. Weil seine Versuche, sich Hamburg zu unterwerfen, missglückten, gründete er 1617 Glückstadt, um auf diese Weise die Kontrolle über den Elbhandel und zugleich einen Nordseehafen und eine Basis für militärische Operationen im Süden seines Reiches zu gewinnen.
Nachdem 1618 der Dreißigjährige Krieg ausgebrochen war, lud der dänische König Anfang 1621 protestantische Herzöge und Gesandte sowie den vertriebenen König von Böhmen, Friedrich von der Pfalz, auf das Segeberger Schloss, um die Protestantische Union wiederzubeleben. 1625 bemühte er sich erfolgreich um die Wahl zum Kreisobristen des Niedersächsischen Reichskreises. Nach militärischen Niederlagen gegen den kaiserlichen Feldherren Tilly in der Schlacht bei Lutter am 27. August 1626 und gegen Wallenstein konnte Christian im Lübecker Frieden von 1629 dennoch seine Gebiete im Reich sichern.
In den folgenden Jahren bemühte er sich vor allem, den unter König Gustav Adolf wachsenden schwedischen Einfluss einzudämmen. Dies führte 1643 zum Torstenssonkrieg. Der Krieg endete 1645 mit dem Frieden von Brömsebro, in dem Dänemark große Gebiete an Schweden abgeben musste. Christians letzte Regierungs- und Lebensjahre waren vom Übergang der Herrschaft im Ostseeraum an Schweden und vom wachsenden Einfluss des Adels im Inneren Dänemarks bestimmt.