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Lübecker Frieden

Friedensschluss zwischen dem Heiligen Römischen Reich und Dänemark

önig Christian IV. von Dänemark und Norwegen mobilisierte als Herzog von Holstein und Oberster des Niedersächsischen Reichskreises Truppen, um seine Vormacht in Norddeutschland auszubauen, und berief sich dabei auch auf religiöse Interessen. Im Frühjahr 1625 marschierte er mit seinen Truppen in Sachsen ein und stieß zunächst nur auf geringen Widerstand. Erst nach einem Jahr traf er auf nennenswerte Gegenwehr: Wallenstein hatte für Kaiser Ferdinand II. ein großes Söldnerheer aufgestellt und wurde Oberbefehlshaber aller kaiserlichen Truppen. Zusammen mit dem Heer der Katholischen Liga unter Tilly verdrängte er die dänischen Truppen aus dem Norden des Reiches. Wallenstein siegte am 25. April 1626 bei Dessau, Tilly schlug Christian IV. am 27. August 1626 bei Lutter am Barenberge. Die vereinten Heere eroberten den Norden des Reiches und drangen bis nach Dänemark vor. Christian IV. musste fliehen, versuchte 1628 durch Angriffe auf die norddeutsche Küste seine Niederlage abzuwenden und willigte Anfang 1629 in Friedensverhandlungen ein.

Am 22. Mai 1629 unterzeichnete Christian IV. den Frieden von Lübeck. Der Vertrag legte in fünf Punkten fest, dass sich der dänische König in Reichsangelegenheiten nur als Herzog von Holstein und Reichsfürst einmischt und künftige Streitigkeiten friedlich beigelegt werden sollen. Beide Seiten verzichteten auf Schadensersatz, auch gegenüber Dritten im Reich. Dänemark erhielt ohne Zahlungen die besetzten Lande sowie die zu Lehen gegebenen Herzogtümer und Fürstentümer in Norddeutschland zurück, die kaiserlichen Truppen sollten unverzüglich abziehen und Gefangene beider Seiten freigelassen werden. Als Vertragsparteien wurden unter anderem die Kronen von Spanien, Polen, England, Frankreich und Schweden, das Haus Österreich, die Kurfürsten und Stände des Reiches sowie die Generalstaaten der Niederlande genannt. Inseln in Ost- und Nordsee gingen an Schleswig-Holstein-Gottorf zurück. Damit schied das Königreich Dänemark aus dem Dreißigjährigen Krieg aus.

Der Friede von Lübeck gilt als maßvollster Vertrag des Dreißigjährigen Krieges, Hellmut Diwald nannte ihn sogar die einzige staatsmännische Leistung dieser Epoche. Christian griff 1643 sogar auf kaiserlicher Seite in den Krieg gegen Frankreich und Schweden ein. Die milden Friedensbedingungen, die Wallenstein und Tilly ausgehandelt hatten, schockierten das Umfeld im Reich. Maximilian I. als Wallensteins größter Gegner hatte die größten Bedenken, da Wallenstein aus dem Krieg als Einziger mit territorialem Zuwachs, dem Herzogtum Mecklenburg, hervorging. Die Herzöge Adolf Friedrich I. und Johann Albrecht II. mussten Mecklenburg von Mai 1628 bis Mai 1631 verlassen. Der Sieg der kaiserlich-ligistischen Truppen schuf die Grundlage für das Restitutionsedikt, das Ferdinand II. am 6. März 1629 erließ und mit dem säkularisierte Gebiete an katholische geistliche Fürsten zurückgegeben werden sollten.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Lübecker FriedenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267247026redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Wallenstein et al.entstanden 1629Public domainQuelle