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Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel

Feldherr im Dreißigjährigen Krieg

hristian wurde als dritter Sohn Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel geboren und schon mit 17 Jahren zum Administrator des Bistums Halberstadt bestellt, ohne kaiserliche Anerkennung. 1620 diente er unter Moritz von Oranien. 1621 stellte er im Auftrag Friedrichs V. von der Pfalz ein Söldnerheer von etwa 10.000 Mann auf und plünderte die Stifte Paderborn und Münster. In der Schlacht bei Höchst am 20. Juni 1622 erkämpfte er sich unter hohen Verlusten den Übergang über den Main gegen Tilly und Córdoba. Bei Fleurus 1622 verlor er den linken Arm durch eine Schussverletzung. Am 6. August 1623 wurde sein Heer bei Stadtlohn durch Tilly beinahe völlig vernichtet. 1626 übergab ihm sein Bruder Friedrich Ulrich die Herrschaft im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel, doch er erkrankte schwer und starb am 16. Juni 1626.

Herzog Christian befehligte schon mit 22 Jahren Soldtruppen in Heeresstärke, war jedoch bei aller Begabung nicht der erfolgreiche Feldherr, den seine Auftraggeber Kurpfalz, England und Dänemark sich gewünscht hatten. Als Reiterführer zeigte er Entschlossenheit und Mut bis zur Verwegenheit. Die Zeitgenossen gaben ihm bereits 1622 den Beinamen toller Halberstädter. Ein wichtiger Beweggrund für seine Unterstützung Friedrichs V. war seine Verehrung für dessen Gemahlin Elisabeth Stuart, der er seine Truppenfahnen mit der Devise Pour Dieu et pour Elle widmete.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Christian von Braunschweig-WolfenbüttelVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267830147redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Michiel van Miereveltentstanden 1626CC0Quelle