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Clemens V.

Papst von 1305 bis 1314

ertrand wurde als dritter Sohn von Béraud de Got und Ida de Blanquefort geboren, in eine gut vernetzte Familie des ritterlichen Niederadels. Er trat dem Grammontenserorden bei und wurde Mönch. An der Lehranstalt für Römisches Recht in Orléans und in Bologna studierte er beide Rechte. Später wurde er Kaplan von Papst Bonifatius VIII., der ihn 1295 zum Bischof von Comminges und 1299 zum Erzbischof von Bordeaux ernannte. In dieser Zeit entwickelte sich vermutlich seine Freundschaft zum französischen König Philipp IV. dem Schönen.

Am 5. Juni 1305 wählte ihn das Konklave nach elfmonatiger Tagung in Perugia zum Papst. Die Krönung fand auf seinen Wunsch am 14. November 1305 in Lyon statt, in Anwesenheit König Philipps IV. Bis 1309 hielt sich Clemens wechselnd in Bordeaux, Poitiers und Toulouse auf. Im März 1309 bestimmte er Avignon zum neuen Sitz der Päpste; damit begann das babylonische Exil der Kirche, das erst 1377 von Papst Gregor XI. beendet wurde. In Avignon errichtete er ein strenges, zentralisiertes Verwaltungssystem mit Hof, Wache, Kabinett, Schatzamt, Gericht, Krankenhaus und Wohltätigkeit.

Im August 1307 scheiterte ein Versuch, Johanniter und Templer zu vereinigen. Am 13. Oktober 1307 ließ König Philipp IV. alle Templer in Frankreich verhaften, um sich das Vermögen des Ordens zu sichern; der Coup war bereits seit September 1307 geplant. Im Templerprozess wurden Geständnisse meist unter Folter erpresst. Das von Clemens V. einberufene Konzil von Vienne, das er am 16. Oktober 1311 eröffnete, entschied, dass die Häresievorwürfe nicht bewiesen seien. Trotzdem hob Clemens V. am 22. März 1312 den Orden durch die Bulle Vox in excelso auf und übertrug dessen Güter durch die Bulle Ad providam den Johannitern. Der letzte Großmeister Jacques de Molay soll Papst und König am 18. März 1314 auf dem Scheiterhaufen verflucht haben.

Unter Clemens V. wurde das Papsttum zu einer südfranzösischen Provinzeinrichtung, geprägt von Korruption und Günstlingswirtschaft. Nach der Ermordung Albrechts I. am 1. Mai 1308 bemühte sich Karl von Valois um die deutsche Königskrone, doch stattdessen wurde Heinrich VII. gewählt. Clemens unterstützte Heinrich zunächst und ließ ihn am 29. Juni 1312 in Rom zum Kaiser krönen. Als Heinrich jedoch gegen Verbündete des Papstes, vor allem Robert von Neapel, vorging, kam es zum Konflikt, verstärkt durch Druck Philipps IV. Der Traum einer Restaurierung des alten Reiches starb mit Heinrichs Tod am 24. August 1313. Clemens gründete zudem die Universität Perugia und machte aus seiner alten Lehranstalt die Universität Orléans; die Clementinae, seine kanonische Gesetzessammlung, galten bis 1917.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Clemens V.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270571698redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Sailkoentstanden 1366CC BY 3.0Quelle