Clemens VI.
Papst (1342–1352)
m Jahr 1326 wurde er Abt von Fécamp, 1328 Bischof von Arras. 1329 wurde er Erzbischof von Sens und ein Jahr später auch Erzbischof von Rouen. Als Erzbischof von Rouen war er acht Jahre lang Kanzler von Frankreich und erster Minister Philipps VI. Papst Benedikt XII. erhob ihn 1338 zum Kardinal. Das Konklave wählte ihn am 7. Mai 1342 zum neuen Papst.
Der Papst setzte die Prozeduren gegen Kaiser Ludwig fort. Der Kaiser wurde jeden Sonntag erneut gebannt. Die Kurfürsten missbilligten die gegen den Kaiser gerichteten Prozeduren im Sinne des Kurvereins von Rhense, und der Papst musste, was die Rechte des Reiches betraf, nachgeben. 1346 förderte Clemens die Gegenkandidatur Karls IV., des Enkels Heinrichs VII., zum Rex Romanorum. Kaiser Ludwig war nun isoliert. Sein Tod am 11. Oktober 1347 beendete den Konflikt.
Clemens vergab an Philipp VI. und dessen Nachfolger Johann II. Millionenanleihen für ihren Kampf im Hundertjährigen Krieg. Am 12. Juni 1348 erwarb er für 80.000 Gulden die Grafschaft Avignon von Königin Johanna I. von Neapel in ihrer Eigenschaft als Gräfin von der Provence. Clemens schuf damit einen päpstlichen Staat an der Rhône.
Am 4. Juli 1348 wandte sich Clemens VI. in einer Bulle gegen die Verfolgung von Juden als Verursacher der Pest. Sie wurde weitgehend ignoriert. Daher folgte am 26. September 1348 eine zweite Bulle, in der er Juden vor dem Vorwurf der Brunnenvergiftung in Schutz nahm. Er drohte den Verfolgern die Strafe der Exkommunikation an.