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Colmar

französische Gemeinde im Elsass

Mittelalter

olmar wurde als Königsgut unter dem Namen Columbarium im Jahr 823 erstmals urkundlich erwähnt. Nach 1214 wurde der Ort auf Veranlassung des Landvogts Albinus Wölfel mit einer 1220 fertiggestellten Ringmauer umgeben. 1226 erhob eine Urkunde Kaiser Friedrichs II. Colmar zur Stadt und freien Reichsstadt. 1261 wurde die Stadt durch Gottfried I. von Habsburg-Laufenburg und Graf Rudolf in der Fehde mit Walther von Geroldseck eingenommen. Während der Pestpogrome wurde die jüdische Gemeinde 1348/49 vernichtet. 1360 übergab der Rat die Macht an die Berufskorporationen. Im 14. Jahrhundert trat Colmar dem Zehnstädtebund bei. 1512 mussten alle Juden die Stadt verlassen, Synagoge und Friedhof wurden von Kaiser Maximilian I. beschlagnahmt und verkauft. 1548 führte Josel von Rosheim vor dem Reichskammergericht einen Prozess wegen eines Marktverbots für Juden.

Reformation und Gegenreformation

Am 15. Mai 1575 wurde in der Franziskanerkirche der erste lutherische Gottesdienst abgehalten. Trotz der Nähe zu protestantischen Zentren wie Straßburg, Basel und Schlettstadt dauerte es ein halbes Jahrhundert, ehe die Stadtverwaltung den Colmarer Protestanten ihre liturgischen Bräuche genehmigte.

Dreißigjähriger Krieg

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Colmar 1632 von schwedischen Truppen belagert und eingenommen. Die Stadt erhielt eine französische Garnison, deren lutherischer Kommandant de Manicamp zum Gouverneur des Oberelsass ernannt wurde.

Colmar unter französischer Herrschaft

Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. besetzten Colmar 1673. Die Ortschaft wurde 1680 zusammen mit Türkheim, Kaysersberg und Münster im Gregoriental mit deren Besitz von 24 Ortschaften vom Königreich Frankreich annektiert. Colmar wurde Sitz der Allgewaltigen Ratsversammlung der Provinz Elsass. 1791 wurde die Stadt Sitz der Verwaltung des Departements Haut-Rhin.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel ColmarVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270191932redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: --sinava-- from Berlinentstanden 2018CC BY 2.0Quelle