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Conrad Celtis

deutscher Humanist und Dichter

eltis studierte zunächst in Köln, wo er 1479 das Bakkalaureat erwarb, ohne einen theologischen Abschluss zu erreichen. Er kritisierte die dortige Ausbildung wegen fehlender Grammatik, Rhetorik, Mathematik und Astronomie. 1482 reiste er nach Buda und knüpfte Kontakt zum Kreis um Matthias Corvinus. 1484 ging er an die Universität Heidelberg, vertiefte Poetik und Rhetorik und erwarb Grundkenntnisse in Griechisch und Hebräisch. Dort wurde er in den Humanistenkreis um Kanzler Johann XX. von Dalberg eingeführt und Schüler von Rudolf Agricola, der ihm wichtige Anregungen gab, auch für die Verbindung von Bildung und bildender Kunst. 1485 legte Celtis in Heidelberg das Magisterexamen ab.

1486 reiste Celtis erneut nach Italien und tauschte sich mit Gelehrten in Padua, Ferrara, Bologna, Florenz, Venedig und Rom aus. Anschließend lehrte er bis 1487 Poetik in Erfurt, Rostock und Leipzig und wurde am 18. April 1487 auf dem Nürnberger Reichstag von Kaiser Friedrich III. zum Poeta laureatus gekrönt. 1489 reiste er nach Krakau, um Mathematik und Astronomie zu studieren, und gründete dort die Sodalitas Vistulana. Über Prag kam er 1491 nach Nürnberg und dann nach Ingolstadt, wo er 1491/92 eine außerordentliche Professur übernahm. Dabei trat er in Kontakt mit Albrecht Dürer und dem Nürnberger Humanistenkreis. Im Winter 1492 leitete er die Domschule in Regensburg und war 1495/96 Lehrer der Söhne des Kurfürsten Philipp von der Pfalz in Heidelberg.

Sein letztes Lebensjahrzehnt verbrachte Celtis vorwiegend in Wien, wo er 1497 von König Maximilian I. zum Lektor für Rhetorik und Poetik berufen wurde. 1501 erhielt er vom Kaiser das älteste Reichsprivileg für den Druck seiner Ausgabe der Werke Roswithas von Gandersheim. Auf seine Initiative entstand an der Universität ein Collegium poetarum et mathematicorum mit vier Lehrern für Poetik, Rhetorik und Mathematik. Die Gründungsurkunde ist auf den 31. Oktober 1501 datiert, eröffnet wurde die Einrichtung am 1. Februar 1502. Celtis war als Vorsteher vorgesehen; das Kolleg bestand bis etwa 1530. Er nahm zudem an der ersten Baccalaureatspromotion der neu gegründeten Universität Wittenberg teil, bevor er sich 1504 nach Böhmen begab, um Material für seine Germania illustrata zu sammeln.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Conrad CeltisVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270674509redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Hans Burgkmair der Ältereentstanden 1507CC0Quelle