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Diepold III. von Vohburg

aus dem Haus der Rapotonen war der älteste Sohn des Diepold II.

Herkunft

iepold III. war der älteste Sohn des Diepold II. von Vohburg und der Liutgard von Zähringen. Nach dem Tod des Vaters in der Schlacht bei Mellrichstadt übernahm Liutgard die Erziehung des dreijährigen Diepolds. Sie stand im Investiturstreit auf der Seite des Papstes und förderte die Benediktiner. Diepold III. gilt vor allem als erster Schwiegervater des späteren Kaisers Friedrich Barbarossa. Die Ehe seiner Tochter Adela, der Erbin des Egerlandes, mit dem jungen Staufer wurde vor dem 2. März 1147 in Eger geschlossen und im März 1153 in Konstanz nach sechs kinderlosen Jahren wieder geschieden.

Politik

1093 trat Diepold III. mit seiner Volljährigkeit das väterliche Erbe an. 1099 übernahm er nach dem Tod von Burggraf Ulrich von Passau und Rapoto V. von Cham deren verstreutes Erbe, darunter die Mark Cham, die Herrschaft Vohburg und Besitzungen in Schwaben, im Chiemgau und in Niederösterreich. Die bairische Pfalzgrafenwürde ging dabei verloren, ebenso Besitzungen im südlichen Bayern, die an die Spanheimer fielen. Er belehnte seinen Gefolgsmann Hugo von Liechtenstein mit Petronell und Rohrau. Diepold stand auf der Seite Heinrichs V. gegen Heinrich IV. und begleitete ihn auf Reisen und Zügen nach Italien 1111 und 1116. 1122 nahm er an der Reichsversammlung in Worms teil, die das Wormser Konkordat aushandelte, und erscheint in dessen Zeugenliste. Bei der Thronbesteigung Lothars III. schlug er sich gegen die Welfen auf die Seite der Staufer, später kam es zu einer Aussöhnung. 1131 traf er im Gefolge Lothars in Lüttich mit Papst Innozenz II. und Bernhard von Clairvaux zusammen.

Politik

Diepold III., 1103 Mitbegründer des Klosters Kastl, gründete 1119 das Kloster Reichenbach und 1133 das Kloster Waldsassen. Diese Gründung, ausgehend von Volkenroda, setzte den Landausbau im Egerland und die Bildung des späteren Stiftlands in Gang. Nach seinem Tod 1146 wurde das Egerland durch die Krone wieder eingezogen. König Konrad III. verheiratete um 1147 in Eger Diepolds älteste Tochter Adela mit seinem Neffen, Herzog Friedrich III. von Schwaben, dem späteren Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Dieser konnte mit der Mitgift Adelas seine Machtbasis als Herzog von Schwaben bis in den ostfränkischen Raum ausweiten. 1153 wurde die Ehe wieder geschieden.

Erste Ehe

Die erste Ehe schloss Diepold III. vor 1118 mit Adelajda von Polen, einer Tochter des Fürsten Władysław I. Herman. Aus dieser Verbindung gingen fünf Kinder hervor, darunter Diepold IV. und Adela, die Erbin des Egerlandes. Adela heiratete zunächst vor dem 2. März 1147 in Eger Friedrich I. Barbarossa, der 1147 Herzog von Schwaben, 1152 deutscher König und 1155 Kaiser wurde. Die Ehe wurde im März 1153 in Konstanz geschieden, danach heiratete Adela Dieto von Ravensburg.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Diepold III. von VohburgVersionsgeschichteBearbeitungsstand 253344573redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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