Dortmund
kreisfreie Großstadt im Reg.-Bez. Arnsberg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
rste Spuren einer Besiedlung auf dem heutigen Dortmunder Stadtgebiet reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Im Jahr 882 wurde Dortmund erstmals als Throtmanni erwähnt. Die Ersterwähnung der Dortmunder Marktrechte stammt aus dem Jahr 990. Im 11. Jahrhundert wurde der Legende nach Reinoldus der Schutzpatron der Stadt.
Die Selbstverwaltung der Stadt Dortmund hat eine lange Tradition. Seit etwa 1240 ist ein Rat belegt, der vom König anerkannt wurde. 1288 wurden erstmals Bürgermeister erwähnt, und 1504 gingen die verbliebenen Rechte an der die Stadt umgebenden Grafschaft Dortmund von den Grafen an die Stadt über.
Dortmund gehörte seit seiner Gründung zum Erzbistum Köln und war Sitz eines Archidiakonats. Ab 1523 fasste allmählich die Reformation Fuß, doch erst ab 1562 wurde das Abendmahl in beiderlei Gestalt ausgeteilt. Danach war die Stadt überwiegend protestantisch. Als Freie Reichsstadt konnte Dortmund die religiösen Angelegenheiten selbst regeln und erhielt 1570 ein neues Kirchenregiment.
Das früheste Dokument, das auf die Existenz von Juden in der früheren Hanse- und Reichsstadt Dortmund hinweist, ist ein Privileg Heinrichs IV. von 1074. Eine zweite urkundliche Erwähnung von Juden stammt aus dem Jahre 1096. Die meisten Wohnstätten der Dortmunder Juden, ihr Bethaus und die Mikwe lagen am westlichen Rand des Stadtkerns.