Dresden
Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, Deutschland
m 17. September 1455 erlangte Dresden das Stapelrecht, war damals aber noch eine unbedeutende Stadt. Erst nach der Leipziger Teilung der wettinischen Länder 1485 wurde es für Jahrhunderte herzogliche Residenzstadt der sächsischen Herrscher. Mit der Erhebung des wettinischen Herrschaftsbesitzes zum Kurfürstentum und späteren Königreich stieg Dresden zum politischen und kulturellen Zentrum auf.
1813 fanden im Großraum Dresden während der Befreiungskriege gegen Napoleon vorentscheidende Schlachten der Völkerschlacht bei Leipzig statt. Sachsen und damit Dresden kämpfte dabei auf der Seite Frankreichs. Die Stadt wurde von den Franzosen weiter befestigt und durch deren Truppen geschützt.
Nach der Novemberrevolution 1918 wurde Dresden Hauptstadt des ersten Freistaates Sachsen. Es gehörte zu den zehn größten Städten Deutschlands und war ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Weimarer Republik. 1919 gründete sich die Dresdner Sezession, deren bekanntestes Mitglied Otto Dix war.
Von 1952 bis 1990 war Dresden Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks Dresden. Während der Zeit des Sozialismus wurden viele Reste der stark zerstörten Stadt beseitigt. Zahlreiche Ruinen, darunter die Überreste der Sophienkirche, vor allem aber die historische Wohnbebauung, wurden abgetragen oder gesprengt.