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Eberhard (Franken)

Herzog von Franken und Lothringen

berhard unterstützte die Königsherrschaft seines Bruders Konrad I. von 911 bis 918 aktiv, besonders gegen die Herzöge Arnulf von Bayern und Heinrich von Sachsen. Als Konrad Ende 918 seinen nahen Tod erkannte, forderte er die Herzöge nach Forchheim, doch Heinrich kam nicht. Widukind von Corvey berichtet, Konrad habe auf dem Sterbebett am 23. Dezember 918 seinen Bruder Eberhard beauftragt, Heinrich die Königsinsignien persönlich zu übergeben. Im Mai 919 übergab Eberhard auf dem Reichstag in Fritzlar die Insignien an Heinrich, worauf Franken und Sachsen ihn zum König wählten und erstmals ein Sachse Herrscher des ostfränkischen Reiches wurde. Dieser Bericht wird heute von vielen Forschern als liudolfingische Legende betrachtet. Das Verhältnis Eberhards zu Heinrich I. blieb ungetrübt. Von 926 bis 928 übertrug Heinrich I. Eberhard zusätzlich das Herzogtum Lothringen, was als Vertrauensbeweis galt, da der neue Herzog das Land rasch beruhigen konnte.

Nach Heinrichs Tod geriet Eberhard in Konflikt mit dessen Sohn und Nachfolger Otto I. 937 belagerte er die Burg Helmern bei Peckelsheim, die im fränkischen Herzogtum an der Grenze zu Sachsen lag. Der Burgherr Bruning war Sachse und lehnte ein Lehnsverhältnis zu Eberhard und generell zu einem Franken oder Nicht-Sachsen ab. Otto I. forderte alle Beteiligten zum Königsgericht nach Magdeburg. Eberhard musste ein Bußgeld zahlen, und seine Hauptleute wurden zum öffentlichen Tragen von toten Hunden verurteilt, was als besonders entehrende Strafe galt. Daraufhin schloss sich Eberhard den Gegnern Ottos an.

938 rebellierte Eberhard gemeinsam mit Ottos älterem Halbbruder Thankmar und dem neuen Herzog von Bayern, Eberhard, Sohn Arnulfs von Bayern. Thankmar wurde noch 938 im Kampf getötet, und Eberhard von Bayern wurde durch seinen Onkel Berthold ersetzt, der von 938 bis 945 in Bayern regierte. Nach kurzzeitiger Versöhnung mit Otto verbündete sich Eberhard mit Giselbert von Lothringen und Ottos jüngerem Bruder Heinrich zu einem erneuten Aufstand. Am 2. Oktober 939 wurden Eberhard und Giselbert von den konradinischen Grafen Konrad Kurzbold und Udo I. von der Wetterau in der Schlacht bei Andernach am Rhein geschlagen. Eberhard fiel in der Schlacht, Udo soll ihn eigenhändig getötet haben. Giselbert ertrank im Rhein bei dem Versuch zu fliehen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Eberhard (Franken)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 249070396redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0