Elbe
mitteleuropäischer Strom zur Nordsee in Tschechien und Deutschland
Böhmen und die Reichsgrenze
m 900 gründeten die Přemysliden in Böhmen einen ersten eigenen Staat. Nach seinem Anschluss an das Heilige Römische Reich behielt er eine nominelle Eigenständigkeit: Die Přemysliden und ihre Nachfolger blieben Könige von Böhmen, während die Kaiser zugleich die deutschen Könige waren. Nördlich des Erzgebirges legte das Ostfränkische Reich mit der Gründung und Ausdehnung von Grenzmarken die Grundlage der deutschen Ostsiedlung. So entstand 929 die Burg Meißen, und bis ins 11. Jahrhundert wurde die Markgrafschaft Meißen bis an die Neiße ausgebaut.
Anrainer der frühen Neuzeit
1649 ließ Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg im Zuge des Landesausbaus friesische Fachleute und Bauern anwerben, die in der Mark Brandenburg die Elbdeiche verstärkten und die sumpfigen Elbniederungen trockenlegten und urbar machten. In der Phase des Absolutismus, um 1740, waren die Hauptanrainer der Elbe das zum Habsburgerreich gehörende Königreich Böhmen, die Kurfürstentümer Sachsen, Brandenburg und Braunschweig-Lüneburg, das dann als Hannover bekannt war, außerdem Hamburg und das dem Königreich Dänemark unterstehende Holstein.
Grenze nach dem Krieg
Mit der Erklärung von Jalta beschlossen die Alliierten bereits Anfang Februar 1945, das Deutsche Reich in vier Besatzungszonen aufzuteilen. Am 25. April 1945 trafen sich die Fronten der sowjetischen und der US-amerikanischen Truppen in Strehla bei Riesa an der Elbe. Dieses Treffen wurde am Folgetag in Torgau symbolisch auf der Elbe nachgefilmt, was heute fälschlicherweise oft als erstes Treffen der Alliierten gewertet wird.