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Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel

deutsche Adlige, Gemahlin Kaiser Karls VI.

lisabeth Christine wurde 1691 als erstes Kind Ludwig Rudolfs von Braunschweig-Wolfenbüttel und seiner Frau Christine Luise geboren. 1704 verlobte ihr Großvater Anton Ulrich sie im Alter von 13 Jahren mit Karl, dem Bruder Kaiser Josephs I., der nach dem Tod Karls II. 1703 zum spanischen König proklamiert worden war. Die protestantische Braut widersetzte sich zunächst der geforderten Konversion. Anton Ulrich zerstreute mit Hilfe seiner Theologen die Bedenken, und Elisabeth Christine trat am 1. Mai 1707 im Bamberger Dom vor Lothar Franz von Schönborn öffentlich zur römisch-katholischen Kirche über. Zwei Wochen später kam sie in Wien an.

Am 23. April 1708 fand die Ferntrauung statt, bei der Karl von seinem Bruder Joseph I. vertreten wurde. Elisabeth Christine reiste über Genua nach Spanien, wo ihr Gatte als Gegenkönig Karl III. auftrat, und zog am 1. August 1708 feierlich in Barcelona ein. Als Joseph I. 1711 überraschend starb, wurde Karl nach Österreich zurückgerufen und am 22. Dezember 1711 in Frankfurt am Main zum Kaiser gekrönt. Elisabeth Christine blieb als Statthalterin in Katalonien zurück, verließ das Land aber 1713, als die Lage ungünstig wurde, und zog am 11. Juli 1713 unter dem Jubel des Volkes in Wien ein.

Erst in Österreich bekam Elisabeth Christine vier Kinder. Ihr Sohn Leopold Johann starb 1716 als Säugling, die Tochter Maria Amalia 1730 im Alter von sechs Jahren, und die Tochter Maria Anna starb 1744 im Kindbett, so dass nur Maria Theresia sie überlebte. Diese Schicksalsschläge sollen sie depressiv gemacht haben, und die Behandlungen zur Steigerung ihrer Fruchtbarkeit schadeten ihrer Gesundheit. Politisch wurde sie von ihrem Mann kaum eingebunden und blieb in Wien einflusslos, unterstützte aber das Welfenhaus und half 1732 und 1739 bei zwei Eheanbahnungen ihrer Verwandten.

Die von ihr erhoffte österreichisch-preußische Annäherung endete mit dem Tod Friedrich Wilhelms I. im Mai 1740 und dem Tod ihres Mannes Karl im Oktober desselben Jahres. Bereits am 16. Dezember fiel ihr Neffe Friedrich II. in Schlesien ein und löste den Ersten Schlesischen Krieg aus. Mit Karls Tod erlosch das Haus Habsburg im Mannesstamm, und Maria Theresia folgte gemäß der Pragmatischen Sanktion von 1713 in der Regierung. Elisabeth Christine wurde weder von ihrem Mann noch von ihrer Tochter politisch eingebunden, erhielt aber ab 1740 Schloss Hetzendorf als Witwensitz und starb 1750 in Wien.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Elisabeth Christine von Braunschweig-WolfenbüttelVersionsgeschichteBearbeitungsstand 264465819redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
David Richter der Ältereentstanden 1716–1720Public domainQuelle