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Elisabeth von Luxemburg (1409–1442)

Tochter des Kaiser Sigismund und seiner Frau Barbara von Cilli

m Alter von zwei Jahren wurde Elisabeth 1411 mit dem etwa zwölf Jahre älteren Herzog Albrecht V. von Österreich verlobt. Wegen Zwistigkeiten ihrer Eltern musste sie um 1419 mit ihrer Mutter zeitweise in der ostungarischen Puszta leben. Als einziges überlebendes Kind Sigismunds war sie dessen präsumtive Erbtochter. 1422 heiratete sie in Wien ihren langjährigen Verlobten. Bereits 1423 verkündete Sigismund seinen Schwiegersohn Albrecht als Nachfolger und übergab ihm die Verwaltung von Mähren.

In siebzehn Ehejahren gebar Elisabeth vier Kinder, darunter Anna, Elisabeth und den erst nach Albrechts Tod geborenen Ladislaus Postumus. Nach dem Tod Kaiser Sigismunds am 9. Dezember 1437 wurde Elisabeths Gemahl als Albrecht II. sein Nachfolger als römisch-deutscher König und bestieg auch die Throne Ungarns und Böhmens. Elisabeth wurde damit Königin der genannten Länder und war von Pressburg aus eigenständig politisch aktiv, bisweilen im Widerspruch zu den Interessen ihres Gatten.

Beim Tod Albrechts am 27. Oktober 1439 war Elisabeth im fünften Monat schwanger. Der verstorbene König hatte testamentarisch bestimmt, dass ein Sohn ihm in Österreich, Ungarn und Böhmen nachfolgen und Herzog Friedrich V. sein Vormund werden solle. Elisabeth übernahm zunächst in Ungarn die Regentschaft, doch Magnaten wie Johann Hunyadi drängten sie im Januar 1440, den fünfzehnjährigen polnischen König Władysław III. zu heiraten. Elisabeth widerstand und beauftragte ihre Kammerfrau Helene Kottannerin, die Stephanskrone aus Visegrád zu entwenden. Nach einer Schlittenfahrt über die zugefrorene Donau kam sie am 22. Februar in Komorn mit ihrem Sohn Ladislaus nieder.

Trotz Ladislaus’ Geburt wurde Władysław III. am 8. März in Krakau zum ungarischen König gewählt, doch Elisabeth ließ ihren Sohn am 15. Mai 1440 mit der Stephanskrone krönen. Es folgte ein mehrjähriger Bürgerkrieg, in dem Elisabeth Ladislaus zur Vormundschaft an Friedrich IV. von Habsburg übergab und die Krone verpfändete, um Soldaten anzuwerben. Kardinallegat Giuliano Cesarini vermittelte 1442 im Auftrag Papst Eugens IV. zwischen den Parteien, und im November kam es in Győr zu einem Treffen mit Władysław III. Drei Tage nach dessen Abreise starb Elisabeth plötzlich; der Verdacht einer Vergiftung fiel auf Władysław. Mit dem Tod ihres Sohnes Ladislaus 1457 erlosch die Albertinische Linie der Habsburger im Mannesstamm.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Elisabeth von Luxemburg (1409–1442)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 266495931redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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