Kontextartikel2 Min. Lesezeit

England

Land im Nordwesten Europas, Teil des Vereinigten Königreichs

Die Wikinger und Alfred

nde des 8. Jahrhunderts segelten dänische Wikinger nach England. Zunächst führten sie nur Raubzüge durch, später richteten sie sich fest ein, forderten Tribute und errichteten eigene Dörfer. 878 schlug Alfred ein großes dänisches Heer bei Edington. Daraufhin ließ sich der dänische König Guthrum, der bereits mit dem Christentum in Kontakt gekommen war, mit 30 seiner Männer taufen und zog sich mit seinen Leuten in das Kerngebiet East Anglia, den Danelag, zurück. Dieser Erfolg führte zur Anerkennung Alfreds als Herrscher auch in Mercien.

Normannische Herrschaft und neue Ordnung

Der Sieg Wilhelms führte zur Einführung des effektiven Lehnssystems der Normannen. Eine kleine normannische Oberschicht ersetzte den eingesessenen Adel fast vollständig. Wilhelm befahl die Erstellung des Domesday-Buches, das Steuern der gesamten Bevölkerung, ihrer Ländereien und Besitztümer erfasste. So entstand ein völlig neues Regierungssystem, das als Vorgänger des bis heute bestehenden englischen Parlamentarismus gilt. Von der Mitte des 10. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts führten die Einführung der Dreifelderwirtschaft und die Urbarmachung weiterer Flächen zu einer Verdreifachung der englischen Bevölkerung, vermutlich auf bis zu sechs Millionen Menschen. Die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln gelang jedoch nur in klimatisch günstigen und politisch stabilen Zeiten.

Krieg, Krise und Seuche

Kennzeichnend für das Spätmittelalter sind der Hundertjährige Krieg, sozioökonomische Probleme im 14. Jahrhundert und blutige Auseinandersetzungen um die Thronfolge im späten 15. Jahrhundert. Die Absetzung Richards II. durch den späteren Heinrich IV. und die Misserfolge im Hundertjährigen Krieg waren die Gründe für den Ausbruch der anschließenden Rosenkriege. Nach der Wachstumsphase des Früh- und Hochmittelalters prägte im Spätmittelalter die Pest die Entwicklung in England. Nach zwei schweren Pestschüben 1348 und 1361/62 kam es zu mehreren kleinen Ausbrüchen der Seuche, die die Bevölkerung in etwa halbierten. Nachdem die großen Pestzüge vorbei waren, beschleunigte sich die Entwicklung der Städte, allen voran London.

Elisabeth und ihre Zeit

Nach der Thronfolgeregelung Heinrichs VIII. und den Zusicherungen, die Maria I. bei ihrer Heirat den Magnaten gemacht hatte, bestieg Elisabeth I. 1558 den Thron. Die neue, protestantische Königin wurde vom Volk begeistert aufgenommen. Vom Beginn ihrer Herrschaft an war eine mögliche Heirat der Königin das bestimmende Thema, und mehrfach forderten Parlamente sie dazu auf, um einen männlichen Thronfolger zu erhalten. Sie war verantwortlich für die Durchsetzung der Reformation, aber auch für die schlechteren Beziehungen mit Spanien. Um 1550 war die englische Bevölkerung nach der Pest wieder auf rund drei Millionen angewachsen, während London um 1500 bereits über 60.000 Einwohner zählte und bis zum Ende des Jahrhunderts auf rund 215.000 Menschen anwuchs.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel EnglandVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270352172redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Jacques Descloitres, MODIS Land Rapid Response Team, NASA/GSFCentstanden 2002Public domainQuelle