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Hundertjähriger Krieg

anglo-französischer Konflikt des Spätmittelalters

Das anglo-französische Verhältnis

eit der Eroberung Englands durch Wilhelm I. im Jahr 1066 blieb die englische Aristokratie lange mit Frankreich verbunden. Die englischen Könige waren zugleich souveräne Herrscher Englands und lehensrechtlich untergeordnete Herzöge und Grafen in Frankreich. Auf dem Höhepunkt seiner Ausdehnung 1173 umfasste das Angevinische Reich neben England die Normandie, Aquitanien, Gascogne und Bretagne sowie Anjou, Maine und Touraine. Die französischen Kapetinger drängten diese Vasallen zurück: Im Krieg zwischen Philipp II. und Johann Ohneland gingen 1202 Touraine und Anjou, 1204 die Normandie und 1205 Maine verloren, 1213 entfernte sich die Bretagne. 1224 besetzte Ludwig VIII. weite Teile Aquitaniens, was Heinrich III. 1259 im Vertrag von Paris anerkannte. Trotz zeitweiliger Beruhigung unter Eduard I. und Philipp IV. intensivierten sich die Streitigkeiten ab 1307 unter Eduard II. und den französischen Königen Ludwig X., Philipp V. und Karl IV. erneut, insbesondere um die Huldigungspflicht des englischen Königs als Herzog der Guyenne.

Streit um die französische Thronfolge und um Schottland

Als 1328 der letzte männliche Kapetinger Karl IV. starb, war die Thronfolge ungeklärt. Nach salischem Erbrecht erhob Philipp von Valois als Philipp VI. Anspruch, doch auch Eduard III. von England, Enkel Philipps IV. über seine Mutter Isabella, beanspruchte den Thron, fand aber zunächst keine Unterstützung. Nach eigener Regierungsübernahme 1330 suchte Eduard zunächst Ausgleich, doch die Landung Edward Balliols in Schottland 1332 und dessen Sieg bei Dupplin Moor gegen David II. verschärften die Lage. Wegen der Auld Alliance unterstützte Philipp VI. Schottland, während in England die Furcht vor einer französischen Invasion wuchs. Die Affäre um Robert von Artois, der am englischen Hof Zuflucht fand, führte zur Eskalation: Am 30. April 1337 rief Philipp den Arrière-ban aus, 1338 erklärte Eduard seinen Thronanspruch, und am 26. Januar 1340 proklamierte er sich öffentlich zum König von Frankreich.

Dritte Phase (Teil 1) 1415–1435

Nach 1399 folgten mit Heinrich IV. und Heinrich V. zwei fähige Herrscher aus dem Haus Lancaster. Heinrich V. erneuerte 1413 den Thronanspruch und nutzte die französischen Hofstreitigkeiten zwischen Armagnacs und Bourguignons aus. Am 25. Oktober 1415 gewann er trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit die Schlacht von Azincourt, in der 5000 Franzosen fielen. Er eroberte weite Teile Nordfrankreichs, während in Paris die Bourguignons die Macht übernahmen. Nach der Ermordung Johann Ohnefurchts 1419 erklärte Isabeau 1420 im Vertrag von Troyes ihren Sohn Karl für illegitim und setzte Heinrich V. als Erben ein. Nach dessen Tod 1422 riefen die Franzosen den Dauphin als Karl VII. aus. Jeanne d’Arc beendete die Belagerung von Orléans und führte zur Krönung Karls VII. 1429 in Reims, wurde aber später bei Compiègne gefangen genommen und verkauft.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Hundertjähriger KriegVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269778819redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Loyset Liédetentstanden 1401–1500Public domainQuelle