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Erzstift Magdeburg

weltlicher Besitz des Erzbischofs von Magdeburg

68 gründete Kaiser Otto I. mit Zustimmung des Papstes das Erzbistum Magdeburg zur Missionierung der Slawen und unterstellte ihm mehrere Bistümer. Der Slawenaufstand von 983 beschränkte den Wirkungsbereich fortan auf linkselbisches Gebiet. Erzbischof Wichmann von Seeburg begründete im 12. Jahrhundert die Landesherrschaft und förderte die Besiedlung östlich der Elbe. Während der Reformation traten große Teile des Territoriums zum lutherischen Bekenntnis über, 1561 auch der Erzbischof selbst. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Magdeburg 1631 zerstört, eine Rekatholisierung blieb aus. Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde das Erzstift als erbliches Herzogtum Magdeburg dem Kurfürstentum Brandenburg zugesprochen, was 1680 nach dem Tod des letzten Administrators in Kraft trat.

Erzstift MagdeburgTerritorium auf der Karte 164851.4667 N, 11.9667 OAuf der Karte zeigen

Das Territorium des Erzstifts unterstand dem Erzbischof als weltlichem Landesherrn und unterschied sich vom geistlichen Verwaltungsgebiet des Erzbistums. Es lag überwiegend im heutigen Sachsen-Anhalt und zu kleinen Teilen in Brandenburg, gegliedert unter anderem in Holzkreis, Jerichowschen Kreis, Saalkreis und Land Jüterbog. Benachbarte Gebiete waren im Norden die Altmark und das Hochstift Havelberg, im Osten die Mark Brandenburg und Kursachsen, im Süden Thüringen, Hochstift Merseburg und die Grafschaft Mansfeld, im Westen das Hochstift Halberstadt und das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Als Residenzen dienten unter anderem der Erzbischöfliche Hof in Magdeburg, die Burg Giebichenstein in Halle und die Moritzburg in Halle.

Das Wappen des Erzbistums beziehungsweise Erzstifts Magdeburg war rot-silbern geteilt. Es erscheint bis heute in einer Reihe aktueller Gemeindewappen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Erzstift MagdeburgVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267185526redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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