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Eugen IV.

Papst (1431–1447)

m 3. März 1431 wurde Gabriele Condulmaro in Rom zum Papst gewählt und am 11. März in Alt-Sankt-Peter gekrönt. Er ließ am 23. Juli 1431 das von seinem Vorgänger berufene Konzil in Basel eröffnen, führte zugleich aber einen Krieg gegen die Colonna und erklärte die Basler Versammlung am 18. Dezember 1431 für aufgelöst. Er berief statt dessen ein neues Konzil nach Bologna. Das Basler Konzil wandte sich daraufhin gegen den Papst und fand Unterstützung bei König Sigismund und anderen weltlichen Mächten. Unter dessen Schutz erklärte es in Anlehnung an das Konstanzer Dekret die Oberhoheit der Konzile über den Papst. Nikolaus von Kues unterstützte die Konzilsteilnehmer mit seinem Werk De Concordia Catholica. Am 31. Mai 1433 krönte Eugen Sigismund in Rom zum Kaiser, und am 15. Dezember 1433 erkannte er das Basler Konzil auf dessen Drängen wieder als rechtmäßig an.

König Sigismund führte fünf Kreuzzüge gegen die Hussiten und wurde jedes Mal geschlagen. Nach der Spaltung der Hussiten in Taboriten und Utraquisten erreichten letztere mit dem Konzil einen Kompromiss, die Kompaktaten, die am 30. November 1433 vorgeschlagen wurden. Die Utraquisten schlugen die Taboriten am 30. Mai 1434 vernichtend und erkannten am 5. Juli 1436 die Kompaktaten und Sigismund als König von Böhmen an. Kurz zuvor, am 29. Mai 1434, musste Eugen nach einer Revolte in Rom als Mönch verkleidet fliehen; Auslöser waren sein Vorgehen gegen die Colonna und seine Haltung zum Konzil. Er ging für neun Jahre ins Exil nach Florenz und ernannte dort Giovanni Vitelleschi zum Kardinal, der in Rom eine Schreckensherrschaft errichtete und Anfang April 1440 in der Engelsburg ermordet wurde.

Drei Jahre nach der Flucht gab es neue Konflikte um die Bemühungen des byzantinischen Kaisers Johannes VIII. um eine Kirchenunion. Nachdem sich die Konzilsmehrheit gegen eine Verlegung nach Avignon wandte, berief der Papst am 30. Dezember 1437 ein eigenes Konzil nach Ferrara und ließ es am 8. Januar 1438 eröffnen. Kaiser Sigismund starb am 9. Dezember 1437, und am 18. März 1438 wurde Albrecht II. zum deutschen König gewählt. Nach der Verlegung nach Florenz am 16. Januar 1439 kam die Kirchenunion mit Byzanz zustande, die am 6. Juli 1439 mit dem Dekret Laetentur coeli feierlich abgeschlossen wurde. Die erhoffte Militärhilfe blieb aus, und die Christen wurden am 10. November in der Schlacht von Varna geschlagen. Am 29. Mai 1453 nahmen die Türken Konstantinopel ein, wobei der letzte byzantinische Kaiser fiel; die Union wurde 1484 offiziell aufgelöst.

Das Basler Konzil beantwortete die Einberufung des Konzils von Florenz am 25. Juni 1439 mit der Absetzung Eugens und erhob am 5. November 1439 Amadeus VIII. von Savoyen als Felix V. zum Gegenpapst. Am 28. September 1443 kehrte Eugen aus Florenz nach Rom zurück, nachdem er weitere Kirchen wieder vereint hatte. Er starb am 23. Februar 1447 und wurde zunächst in der Peterskirche bestattet; sein Nachfolger wurde Tommaso Parentucelli. Trotz der unruhigen Verhältnisse förderte Eugen Architektur, Kunst und Wissenschaft, öffnete den Hof für Humanismus und Frührenaissance und setzte die von Martin V. begonnene Erneuerung Roms fort.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Eugen IV.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 263131412redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Sailkoentstanden 1444CC BY 3.0Quelle