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Francesco Petrarca

italienischer Dichter und Geschichtsschreiber (1304-1374)

etrarcas Vater Pietro di Parenzo wurde als Papstanhänger aus Florenz verbannt. Im Alter von sieben Jahren folgte Petrarca ihm nach Avignon. Ab 1316 studierte er Jura in Montpellier, ab 1320 in Bologna, kehrte 1326 nach Avignon zurück und brach das Studium später ab. Sein Domizil fand er in Fontaine-de-Vaucluse. Als Vorbild wählte er den Kirchenvater Augustinus. Nach dem Tod des Vaters geriet er in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Sein Bruder Gherardo trat 1343 in die Kartause von Montrieux ein und wurde von Petrarca als religiöses Gegenbild dargestellt. Seine unehelichen Kinder Giovanni und Francesca behandelte er sehr unterschiedlich, der Sohn starb 1361 an der Pest. Die Geliebte Laura, deren Tod er im April 1348 vermerkte, ist historisch nicht gesichert.

In einem auf den 26. April 1336 datierten Brief an Dionysius von Borgo San Sepolcro schilderte Petrarca, wie er mit seinem Bruder den Mont Ventoux in der Provence bestieg. Oben angekommen wandte er sich, angeregt durch ein Wort aus den Confessiones des Augustinus, der eigenen Subjektivität zu. Dieses Zusammenfallen von Naturerlebnis und Selbstbesinnung bedeutet eine geistige Wende, die Petrarca in eine Reihe mit Paulus von Tarsus, Augustinus und Jean-Jacques Rousseau stellt. Anders als in mittelalterlichen Vorstellungen sah er die Welt nicht mehr nur als Durchgangsstation, sondern mit eigener Wertigkeit. Einige Gelehrte sehen darin einen kulturhistorischen Schlüsselmoment an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit, weshalb Petrarca auch als Vater der Bergsteiger gilt. Umstritten bleibt, ob die Besteigung tatsächlich stattfand oder eine literarische Fiktion ist.

Petrarca reiste durch Frankreich, Deutschland und Belgien, fand in Lüttich eine verloren geglaubte Ciceros Rede und zog sich danach nach Fontaine-de-Vaucluse zurück, wo er von 1337 bis 1349 lebte. 1341 wurde er auf dem Kapitol in Rom zum Dichter gekrönt. Er lebte zeitweise am Hof des Kardinals Giovanni Colonna in Avignon und acht Jahre als Gesandter in Mailand, im letzten Jahrzehnt abwechselnd in Venedig und Arquà. Er warnte den erkrankten Papst Clemens VI. vor unfähigen Ärzten. 1361 beauftragte Kaiser Karl IV. ihn, Urkunden des Privilegium Maius zu begutachten, einer habsburgischen Fälschung; sein Urteil fiel vernichtend aus. Papst Urban V. veranlasste ihn später, die Wiederentdeckung antiker Literatur fortzusetzen, wodurch er zur Entstehung des Humanismus beitrug.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Francesco PetrarcaVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270297367redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Altichiero da Zevioentstanden 1370–1380Public domainQuelle