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Franz von Sickingen

Kaiserlicher Ritter (1481−1523)

Zwist mit dem Kaiser

ickingen wollte die Macht der Landesfürsten einschränken und den Ritterstand stärken. Er lehnte das Römische Recht ab und führte ab 1515 zahlreiche Fehden nach altem Fehderecht, trotz des Landfriedens von 1495. Als er mit Worms in Streit geriet, wurde er 1515 von Kaiser Maximilian I. geächtet und trat in die Dienste des französischen Königs Franz I., für den er die Reichsstadt Metz eroberte. Erfolgreiche Fehden gegen Worms, Lothringen, Metz, Hessen und Frankfurt brachten ihm Macht und Vermögen. Vor der Königswahl 1519 unterstützte er mit Truppen die Wahl Karls V. gegen Franz I. Zuvor hatte er für den Schwäbischen Bund gegen Herzog Ulrich von Württemberg gekämpft und dabei die württembergischen Ämter Neuenbürg und Wildbad besetzt.

Einstellung zur Reformation

1519 lernte Sickingen den Humanisten Ulrich von Hutten kennen, der ihm die Idee einer Reformation der Kirche vermittelte. Sickingen hatte sich schon früh für Martin Luther eingesetzt und ihm Asyl angeboten, das dieser jedoch nicht nutzte. Auf seiner Ebernburg versammelten sich Anfang der 1520er Jahre Reformatoren wie Martin Bucer, Johannes Oekolampad, Johann Schwebel, Caspar Aquila und Kaspar Hedio, die dort kirchliche Neuerungen wie deutschsprachige Gottesdienste einführten. Mit Beginn seines Feldzugs gegen Trier löste sich diese Gemeinschaft auf.

Ritteraufstand und Tod

1521 galt Sickingen als Idol des niederen Adels. 1522 versuchte er als Führer der rheinisch-schwäbischen Ritterschaft, das Kurfürstentum Trier im Sinne der Reformation zu säkularisieren, was als Pfaffenkrieg oder Ritterkrieg bekannt wurde. Sein Gegner, der Trierer Kurfürst Richard von Greiffenklau zu Vollrads, erhielt Unterstützung von anderen Fürsten, während die erhoffte kaiserliche Hilfe ausblieb und die Aufständischen mit der Reichsacht belegt wurden. Nach gescheiterter Belagerung Triers zog sich Sickingen auf seine Burg Nanstein zurück, die im April 1523 von einer Fürstenkoalition aus Kurtrier, Kurpfalz und Hessen angegriffen wurde. Nach massivem Beschuss musste er kapitulieren; am 2. Mai schwer verwundet, starb er am 7. Mai an seiner Verletzung.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Franz von SickingenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269824806redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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