Französische Revolution
Revolution in Frankreich Ende des 18. Jahrhunderts
Emigranten an den Reichshöfen
ie Ereignisse zwischen Juli und Oktober 1789 lösten in den vormals privilegierten Ständen Emigrationswellen aus. Sammelpunkte gegenrevolutionärer Umtriebe entstanden an kleinen Fürstenhöfen, unter anderem in Turin, Mainz und Trier. Von dort aus wurde sowohl die Destabilisierung der neuen Ordnung in Frankreich als auch eine ausländische Intervention angestrebt. Die Abschaffung des Feudalwesens in Frankreich berührte zudem Ansprüche ausländischer Fürsten, etwa deutscher Reichsfürsten im Elsass.
Die Erklärung von Pillnitz
Nachdem die europäischen Höfe sich nach der gescheiterten Flucht Ludwigs XVI. gut einen Monat Zeit gelassen hatten, erklärten Kaiser Leopold II. und der preußische König Friedrich Wilhelm II. in der Deklaration von Pillnitz die Lage des französischen Königs zum gemeinsamen Interesse aller europäischen Könige. Beide Monarchen stellten militärisches Eingreifen zugunsten Ludwigs XVI. in Aussicht, sollte es zu einer großen Koalition kommen. Da Großbritannien sich absehbar nicht beteiligen würde, blieb die Erklärung eine symbolische Geste.
Kriegsfolgen und Gebietsverluste
Die linksrheinischen deutschen Gebiete gerieten unter französische Vorherrschaft, ohne den Status einer unabhängigen Republik zu erlangen. Zum Friedensschluss mit Preußen kam es am 5. April 1795 in Basel; Österreichs Friedensbereitschaft erzwang der von Napoleon Bonaparte befehligte Italienfeldzug 1796/97. Im Frieden von Campo Formio gab Österreich seine Ansprüche auf Belgien auf und akzeptierte vorerst die eigene Schwächung in Norditalien zugunsten der von Frankreich abhängigen Cisalpinischen Republik.